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Kampagnen-Erfolg: Küken-Töten wird endlich beendet

09. März 2018 | Landwirtschaft, Massentierhaltung, Bundestagswahl

Unser Einsatz wirkt! Die GroKo kommt und eines steht ganz klar im Koalitionsvertrag: "Das Töten von Eintagsküken werden wir bis zur Mitte der Legislaturperiode beenden." Diesen Erfolg haben wir unseren Unterstützer*innen zu verdanken.

Die Groko will das grausame Töten männlicher Küken endlich beenden  (Cornelia Anghel / pixabay.com)

Mehr als 135.000 Nachrichten gegen Massentierhaltung haben unsere Unterstützer*innen in den vergangenen Monaten an die Spitzen der Parteien geschickt. Mit Wolle, Nadel und flinken Fingern haben sie außerdem über 700 Kükenmützen für die große "Wir haben es satt!"-Demo gehäkelt. Bei der Demo im Januar 2018 in Berlin sind über 33.000 Menschen mit uns für eine Agrarwende auf die Straße gegangen. Der BUND sagt: "Danke für dieses tolle Engagement!" 

Das haben wir gemeinsam geschafft ...

Das Töten von Eintagsküken wird beendet

Die neue Bundesregierung will das Töten von Eintagsküken ab Mitte der Legislaturperiode beenden. Das heißt: Es werden keine männlichen Küken mehr am ersten Tag ihres Lebens getötet. Rund 50 Millionen Küken pro Jahr bleibt damit ein trauriges Schicksal erspart.

Doch dies ist nur ein erster Schritt. Wir fordern von der neuen Regierung, die Lücken in den Haltungsnormen im Tierschutzrecht schnellstmöglich zu schließen. Wir brauchen ein strenges Tierschutzgesetz und wirkungsvolle Kontrollen, um Tierleid zu bekämpfen. In der Hühnerhaltung spricht sich der BUND für die Zucht von Zwei-Nutzungs-Hühnern aus. Wir brauchen ein konsequentes Umdenken, weg von überzüchteten Legehennen- und Fleischhennen-Rassen. 

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Eine Haltungskennzeichnung wird eingeführt

Eine staatliche Kennzeichnung für Fleisch soll eingeführt werden. Hierzu sollen bis Mitte der Legislaturperiode die rechtlichen und organisatorischen Voraussetzungen vorliegen.

Der Wermutstropfen: Die Kennzeichnung ist rein freiwillig und die Kriterien nur wenig höher als die gesetzlichen Vorgaben.

Was wir fordern: Die Bundesregierung muss schnellstmöglich nachlegen.  Nach der Einführung der freiwilligen Kennzeichnung, muss die GroKo eine transparente und verpflichtende Kennzeichnung für Fleisch und andere tierische Lebensmittel schaffen. Es muss für Verbraucher*innen klar ersichtlich sein, wie das Tier gehalten wurde!

Die Strategie der Tierhaltung wird weiterentwickelt (ein bisschen)

Landwirt*innen sollen zukünftig bei der Modernisierung tierwohlorientierter Ställe unterstützt werden, sagt der Koalitionsvertrag. Das ist ein guter Anfang.

Wir fordern: Um die Verbesserung des Tierwohls zu erreichen, muss die Nutztierstrategie weiterentwickelt und mit einem klaren Finanzrahmen sowie einem ambitionierten Zeitplan versehen sein. Beides gibt es zurzeit noch nicht. Das wollen wir ändern! Verbraucher*innen und der BUND kämpfen für den Umbau der Nutztierhaltung.

Megaställe und Tierfabriken

Aus Sicht des BUND muss die Tierhaltung der Zukunft an die verfügbare Fläche gebunden sein. Zusätzlich sind Obergrenzen pro Standort und eine ausreichende Futtergrundlage festzuschreiben. Die Ställe sind den Tieren anzupassen und nicht die Tiere den Ställen.

Den Umbau der industriellen Tierhaltung hin zu einer umweltfreundlichen und tiergerechten Nutztierhaltung hat die Politik bis jetzt verpasst. Der BUND setzt sich hinter den politischen Kulissen mit voller Kraft für den Umbau der Nutztierhaltung ein.

Antibiotikaresistenzen

Wenn es um den Antibiotikaeinsatz in der Tierhaltung geht, bleibt laut dem Koalitionsvertrag alles beim Alten. Der Weg solle fortgesetzt werden, heißt es da. Um die Wirksamkeit von Antibiotika möglichst lang zu erhalten, sollten sie aber nur sparsam und zielgerichtet eingesetzt werden. Durch häufige Antibiotikagaben erhöht sich das Risiko resistenter Bakterien. In der Enge der industriellen Tierhaltung breiten sich diese dann rasend schnell aus und erreichen so, zum Beispiel über unsaubere Verarbeitung oder aber die Gülle in Gewässern, die Verbraucher*innen – uns Menschen!

Auch der Einsatz von Reserveantibiotika – die eigentlich nur im Notfall eingesetzt werden sollten – ist in der industriellen Tierhaltung nicht verboten. Ein reserveantibiotika-restistentes Bakterium kann, wenn es den Menschen befällt, im Zweifelsfall nicht mehr wirksam bekämpft werden.

Der BUND fordert: Reserveantibiotika im Stall müssen verboten werden! Allgemein muss die Tierhaltung so umgebaut werden, dass die Tiere weniger krank werden und die Gabe von Medikamenten auf das absolute Minimum reduziert wird! 

Erste Schritte in die richtige Richtung sind geschafft. Aber nun muss es weiter gehen und wir bleiben dran! Wir möchten einen Unterschied machen – mit Ihnen gemeinsam. Werden Sie Unterstützer*in des BUND. Mit Ihnen erhöhen wir unsere Schlagkraft für einen Ausstieg aus der Massentierhaltung.   

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Video: Bruderhähne auf dem Bauckhof 

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