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Jetzt aktualisiert: der BUND-Leitfaden gegen Massentierhaltung

27. Februar 2019 | Massentierhaltung, Landwirtschaft

Was können Betroffene tun, wenn in ihrer Nachbarschaft ein Megastall gebaut werden soll? Der BUND-Leitfaden gegen Massentierhaltung gibt Bürgerinitiativen, Verbänden und Gemeinden eine erste Orientierung an die Hand und zeigt Möglichkeiten auf, wie gegen derartige Anlagen vorgegangen werden kann.

Glückliche Tiere anstatt Massentierhaltung.  (Marco2811 / Fotolia.com )

Massentierhaltung verursacht Ammoniakemissionen, Gerüche und Staub. Das belästigt nicht nur Menschen, die in der Nachbarschaft von Tierhaltungsanlagen wohnen, sondern belastet auch die Umwelt.

Laut einer Studie des Mainzer Max-Planck-Instituts sterben in Deutschland jährlich 120.000 Menschen vorzeitig. Ammoniakemissionen aus der Landwirtschaft, die mit anderen Gasen zu Feinstaub werden, sind für rund 50.000 vorzeitige Todesfälle verantwortlich.

Trotzdem setzen Bundesregierung und Agrarlobby weiterhin auf Wachstum. Immer mehr Tiere werden entgegen ihren Bedürfnissen in immer größeren Anlagen gehalten. Die meisten Tiere erhalten während der Mast sehr viele Antibiotika. Das begünstigt die Bildung antibiotikaresistenter Keime in der industriellen Tierhaltung. Die Betriebe werden nicht ausreichend kontrolliert, immer wieder werden Verstöße gegen gesetzliche Bestimmungen festgestellt. 

Die einzig sinnvolle Konsequenz ist, weniger Tiere besser zu halten. Der Umbau der industriellen Tierhaltung hin zu tiergerechten und ökologisch verträglichen Haltungsformen muss unverzüglich beginnen.

BUND-Erfolge gegen Massentierhaltung

BUND-Gruppen konnten in den vergangenen Jahren den Neubau vieler Mastanlagen bereits erfolgreich verhindern, z.B. in Mecklenburg-Vorpommern. Weder in Wattmannshagen am Europäischen Schutzgebiet der Nebelseen noch in Kuppentin an der Elde und auch nicht auf Lerchenbrutplätzen in Fienstorf bei Rostock konnten Megaställe gebaut werden, weil der BUND Mecklenburg-Vorpommern erfolgreich gestritten hat.

Auch aktuell klagt der BUND gegen Mastanlagen, die nicht den gesetzlichen Vorschriften entsprechen. Der BUND Niedersachsen etwa hat 2018 gegen die Genehmigung von zwei Hähnchenmastanlagen im Landkreis Rotenburg Klage eingereicht. Die Anlagen für jeweils 39.800 Tiere verfügen nach BUND-Berechnungen über keine ausreichende Futtergrundlage für die Tiere. Auch der BUND Naturschutz in Bayern klagt gegenwärtig gegen die größte bayerische Hähnchenmastanlage mit 144.600 Mastplätzen.

Auch Sie können gegen Massentierhaltung vorgehen!

Zahlreiche Betroffene wollen wissen, was gegen die Planung und Errichtung von neuen Massentierhaltungsanlagen oder gegen bestehende Anlagen unternommen werden kann.

Der BUND hat deshalb einen Leitfaden erarbeiten lassen, der Bürgerinitiativen, Verbänden, Gemeinden und anderen Betroffenen eine erste Orientierung an die Hand gibt und Möglichkeiten aufzeigt, wie gegen derartige Anlagen vorgegangen werden kann.

Außerdem werden einige Hinweise zur Organisation von Bürgerinitiativen und zu den in solchen Verfahren entstehenden Kosten gegeben.

BUND-Leitfaden gegen Massentierhaltung (PDF)

Ergänzung: Was tun gegen bestehende Anlagen? (PDF)

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