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Gute Neuigkeiten in Sachen Hormongifte!

28. September 2017 | Chemie

Der Umweltausschuss des EU-Parlaments hat heute die Aufweichung der Kriterien für hormonelle Schadstoffe abgelehnt. Das ist ein erster Erfolg im Kampf des BUND und vieler Menschen in Europa gegen Hormongifte!

Schwangere sind durch hormonelle Chemikalien besonders gefährdet.

Der Umweltausschuss des Europaparlaments hat sich mit 36 zu 26 Stimmen (null Enthaltungen!) gegen den von der EU-Kommission vorgelegten Kriterienkatalog zur Identifizierung von hormonschädlichen Chemikalien ausgesprochen.

Die meisten Ausschussmitglieder haben sich damit den Bedenken von Umwelt- und Gesundheitsverbänden, Wissenschaftler*innen sowie zahlreicher Unterstützer*innen der Petition für eine strikte gesetzliche Regulierung von Hormongiften angeschlossen, die unter anderem der BUND initiiert hatte.

An dieser Stelle herzlichen Dank an die über 100.000 Unterzeichner*innen unserer Online-Petition gegen Hormongifte! Die heutige Abstimmung zeigt: Gemeinsam können wir Einfluss auf wichtige politische Entscheidungen nehmen – vorausgesetzt, wir bleiben dran. Und das tut der BUND.

Schon nächste Woche, voraussichtlich am 3. Oktober, wird das Plenum des Europaparlaments über den Vorschlag der EU-Kommission zur Identifizierung von Hormongiften abstimmen. Wir werden auch bei dieser Entscheidung versuchen, die Parlamentarier*innen zu einer Ablehnung des Kriterienkatalogs zu bewegen. Denn es geht um die Gesundheit von uns Bürger*innen, da darf es keine Abstriche bei der Abwehr von Gefahren geben.

Hintergrund: hormonschädliche Chemikalien

Ob Nahrungsmittel, Verpackungen, Spielzeug oder Kosmetika: Wir sind in unserem täglichen Leben zahlreichen hormonellen Schadstoffen aus unterschiedlichen Quellen ausgesetzt. Vor allem während kritischer Entwicklungsphasen des Körpers sind diese Stoffe für Menschen eine Bedrohung. Gefährdet sind somit besonders Schwangere, Kinder und Jugendliche. Die EU-Kommission versucht gerade, durch einen aufgeweichten Kriterienkatalog den Schutz vor diesen Stoffen erheblich zu schwächen.  

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