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Erster Nachwuchs bei den altmärkischen Wiesenweihen

17. Juli 2018 | Grünes Band, Lebensräume, Naturschutz

Das vom BUND Sachsen-Anhalt durchgeführte Schutzprojekt für die seltene Wiesenweihe verläuft erfolgreich.

3 Wiesenweihen-Jungvögel im Nest  (Rene Fonger)

Durch die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Landwirten konnte ein Großteil der bisher 16 im Altmarkkreis Salzwedel gefundenen Bruten mit Zäunen vor Prädatoren geschützt werden. Ein schöner Erfolg, da das Mäuseangebot, wie in den Vorjahren, nur gering ist.

Besonders erfreulich war der Fund einer Brut direkt am Grünen Band bei Kaulitz, die in einer gemeinsamen Aktion mit Mitgliedern des Ornithologischen Arbeitskreises Lüchow-Dannenberg eingezäunt wurde.

Auch auf niedersächsischer Seite, der Landgraben-Dumme-Niederung, brüten regelmäßig Wiesenweihen. Durch die große Trockenheit ist das Getreide schon mehrere Wochen früher reif als normal. Deshalb war Eile geboten, da die meisten Bruten dieses Jahr in der Gerste gefunden wurden, die zuerst geerntet wird. Bei der Ernte wird ein kleines Stück stehengelassen, bis die Jungen selbständig sind und den Brutplatz verlassen.

Nach der Brut

Ab Mitte Juli können wir damit rechnen, dass die Jungvögel flügge werden, aber auch noch bis zwei Wochen danach werden sie von den Altvögeln gefüttert. Späte Bruten sind aber erst im Laufe des August abgeschlossen. Dann sind die Jungen auf sich allein gestellt. Im August, spätestens im September, treten sie ihre Reise ins Winterquartier in der Sahelzone in Afrika an, die viele Jungvögel nicht überleben. Haben sie diese erste große Herausforderung aber gemeistert, kehren viele Weihen im nächsten Jahr wieder in ihre Brutgebiete zurück.

Eine sehr unerfreuliche Gegebenheit soll zum Schluss auch nicht unerwähnt bleiben. Ein Brutplatz bei Ellenberg mit drei Jungvögeln, wurde durch einen Feldbrand zerstört. Nach Aussagen von Mitarbeiter*innen des Betriebes war es Brandstiftung!

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