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Erfolg: Decathlon nimmt belastete Fahrradbürste vom Markt

09. April 2018 | Chemie

Nach einer Verbraucheranfrage über die BUND-App ToxFox hat der Sportartikelhersteller Decathlon ein mit einem Weichmacher belastetes Fahrradpflegeset aus dem Sortiment genommen. Ein schöner Erfolg für die ToxFox-Gemeinde und zugleich ein Ansporn, weiter fleißig Anfragen an die Unternehmen zu senden. Denn dies zeigt: Unser Druck wirkt. Wir wollen Produkte ohne Gift!

Mit der ToxFox-App des BUND können Verbraucher*innen Produkte scannen und von den Herstellern Informationen über etwaige enthaltene Schadstoffe verlangen.  (Jörg Farys)

Der Sportartikelhersteller Decathlon nimmt das Fahrradpflegeset "Kit Brosses Nettoyage" seiner Eigenmarke B'twin mit sofortiger Wirkung aus dem Sortiment. Auslöser war die Giftfrage eines ToxFox-Nutzers. Im Produkt befand sich der Weichmacher Diethylhexyl phthalate (DEHP), wie Decathlon nach einer anschließend durchgeführten Qualitätskontrolle feststellte.

Mit der kostenlosen ToxFox-App vom BUND können Verbraucher*innen Schadstoffe in Produkten aufspüren. Nach dem Scannen des Strichcodes auf der Verpackung zeigt der ToxFox sofort die verfügbaren Informationen zu den Inhaltsstoffen des Produkts an.

Sollte ein Artikel noch nicht erfasst sein, können Verbraucher*innen mit einem Klick eine "Giftfrage" direkt an den Hersteller senden. Unternehmen sind gesetzlich dazu verpflichtet, binnen 45 Tagen Auskunft über mögliche Schadstoffe in Produkten zu erteilen.

Decathlon reagiert auf ToxFox-Anfrage

Infolge der ToxFox-Giftfrage wurde in den Reinigungsbürsten des Fahrradpflegesets der Weichmacher DEHP mit einer Konzentration von 0,1 Prozent des Produktgewichts festgestellt. Weichmacher können in den menschlichen Hormonhaushalt eingreifen und zu gesundheitlichen Schäden führen. Darüber hinaus können sie in der Umwelt schwerwiegenden Schäden anrichten.

"Nach Ihrer Anfrage und dem resultierenden Testergebnis, haben wir uns dazu entschieden, das Produkt in Deutschland sofort aus dem Sortiment zu nehmen. Alle Filialen sind angewiesen, das Produkt unverzüglich aus dem Regal zu nehmen, auch im Onlineshop wurde der Verkauf eingestellt und es laufen bereits Nachforschungen, wie es zu diesem Vorfall kommen konnte", erklärte Genevieve Mulack, Pressesprecherin von Decatholon, gegenüber dem ToxFox-Nutzer.

Ein toller Erfolg, der ohne Ihre Unterstützung nicht möglich gewesen wäre! Denn mittlerweile haben Verbraucher*innen mehr als 4.000 Mal die Giftfrage über den ToxFox gestellt. Je mehr mitmachen, umso schlauer wird der ToxFox und der Druck auf die Hersteller nimmt weiter zu. Wir wollen Produkte ohne Gift!

ToxFox-App fürs Smartphone herunterladen

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