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Drei Fragen an Uwe Schneidewind zu seinem Arbeitskreis

15. November 2018 | BUND, Chemie

Uwe Schneidewind ist Sprecher des BUND-Arbeitskreises Umweltchemikalien/Toxikologie und Präsident des Wuppertal Instituts.

Arbeitskreissprecher Uwe Schneidewind  (VisLab / wupperinst.org)

Seit wann gibt es Ihren Arbeitskreis?

Uwe Schneidewind: Seit 1980 – Mitglieder wie Henning Friege und Frank Claus prägten mit Büchern wie "Chemie für wen?" früh die politische Debatte. Der Arbeitskreis begleitete auch die Wende von der Chemiepolitik zur integrierten Stoffpolitik. Im Zuge dessen kam ich 1993 als Wirtschaftswissenschaftler zu unserem Arbeitskreis.

Wie arbeiten Sie als Ehrenamtliche mit der Bundesgeschäftsstelle zusammen?

Uwe Schneidewind: In schöner Arbeitsteilung: Wir geben der hauptamtlichen Kampagnenarbeit die fachliche Rückendeckung, mit einem Netzwerk von Expert*innen. Ansonsten konzentrieren wir uns auf die chemiepolitische Grundsatzarbeit. So wollen wir in Kürze – mein Stellvertreter Markus Große-Ophoff hat das in die Hand genommen – eine BUND-Position zur "nachhaltigen Chemie" verabschieden.

Was ist damit gemeint?

Uwe Schneidewind: Letztlich treibt uns das seit 20 Jahren um: Wir wollen weg von der ökotoxikologischen Betrachtung des Einzelfalls, hin zur Frage: Wie gewährleiste ich, dass ein Stoff nicht im Nachhinein zum Problem wird? Hier ist der im AK sehr aktive Klaus Kümmerer beteiligt – er hat in Lüneburg den einzigen deutschen Lehrstuhl für nachhaltige Chemie inne. Entscheidend ist: Schon das Design muss den ganzen Lebenszyklus eines Stoffes im Blick haben: Wird er biologisch wieder abgebaut? Oder lässt er sich gut recyceln? Wichtig auch die Frage: Wo brauchen wir überhaupt Chemie? Pestizide oder Nanoprodukte etwa – welchen Mehrwert haben die? Im BUND versuchen wir dies ganzheitlich zu betrachten.

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