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Kommentar unseres Verkehrsexperten bezüglich schärferer CO2-Grenzwerte für neue Pkw in der EU

18. November 2016 | Mobilität

Zur heute veröffentlichen Studie des International Council on Clean Transportation (ICCT) bezüglich schärferer CO2-Grenzwerte für neue Pkw in der EU sagte der BUND-Verkehrsexperte Jens Hilgenberg:

 (Sebastian Hennigs)

"Die CO2-Flottengrenzwerte für neue Pkw gehören zu den wichtigsten Instrumenten, um die schädlichen Klimagase aus dem Autoverkehr zu verringern. Schärfere Grenzwerte sind zumutbar und klimapolitisch längst überfällig. Eine Grenzwertverschärfung würde der europäischen Automobilindustrie nicht schaden, sondern könnte Innovationen bei Effizienztechnologien und der E-Mobilität ankurbeln. Neue Effizienztechnologien nützen schon kurzfristig der Umwelt und den Verbrauchern, die Sprit und Geld sparen, aber langfristig auch der Automobilindustrie selbst. Wettbewerbsfähig bleiben die europäischen Autohersteller auf lange Sicht nur, wenn sie sich vom Verbrennungsmotor verabschieden und verstärkt in die E-Mobilität und neue Effizienztechnologien investieren.

EU-Kommission muss schnellstens deutlich reduzierte Flottengrenzwerte für die Jahre 2025 und 2030 auf den Weg bringen. Die Grenzwerte müssen so gesetzt sein, dass die Gesamtschadstoffmenge sinkt und neue Technologien gefördert werden und sich vor allem der Trend zu immer größeren und schwereren Fahrzeugen umkehrt.

Die Entwicklung zu mehr Elektrofahrzeugen muss bei der Grenzwertsetzung berücksichtigt werden, denn die Hersteller können dem ICCT zufolge 70 g/km CO2 einfach und kostengünstig erreichen, ohne dass sie ihre aktuelle Produktpalette stark verändern müssten. Der BUND fordert deshalb einen Flottengrenzwert von 65 g/km CO2 ab dem Jahr 2025, der unter Realbedingungen auf der Straße eingehalten werden muss.

Nur mit sparsamen und weniger Autos kann der Pfad in Richtung Einhaltung der Klimaziele von Paris eingeschlagen werden. In der Konsequenz heißt das, die Messungen müssen runter von den Prüfständen und raus aus den Labors, auf die Straße."

zu Verbrauchswerten

Pressekontakt

Jens Hilgenberg, BUND-Verkehrsexperte, Mobil: 01 51 / 56 31 33 02, jens.hilgenberg(at)bund.net
bzw. Annika Natus, BUND-Pressesprecherin, Tel. (030) 2 75 86-464, presse(at)bund.net

 

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