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Auto- und Radfahrer*innen aufgepasst: Amphibien wandern!

17. April 2018 | Naturschutz, Lebensräume, Mobilität, Flüsse & Gewässer

Nach den strengen Frosttagen lockt das anhaltende warme Frühlingswetter Frösche, Kröten und Molche aus ihren Winterverstecken: Es ist Paarungszeit. Und damit auch die Zeit der „Krötenwanderung“. Autofahrer*innen bittet der BUND um Rücksicht.

Im Frühjahr wandern Amphibien zu ihren Laichgewässern – der Straßenverkehr ist dabei ihr größter Feind.  ( fotojog / iStock.com )

Sie wandern mit Beginn der nassen, warmen Frühlingsnächte von ihren Überwinterungsorten in Wäldern, Parks und Gartengebieten oft über mehrere Kilometer zu den Laichgewässern. Die längsten Strecken legen dabei Erdkröten zurück, meistens nachts und in großer Zahl. Besonders gute Laichgewässer ziehen mehrere hundert bis einige tausend Erdkröten an.

An manchen Orten werden jedoch bis zu 70 Prozent der wandernden Amphibien bei der Überquerung einer einzigen Straße entweder überfahren oder sterben am Luftdruck, den Autos mit hoher Geschwindigkeit verursachen. Ganze Populationen können dadurch ausgelöscht werden.

Der BUND bittet die Autofahrer*innen deshalb, im Frühjahr Rücksicht auf wandernde Amphibien zu nehmen. Bitte beachten Sie auf entsprechenden Strecken die Hinweisschilder – vor allem in warmen, regnerischen Abend- und Nachtstunden. Den tödlichen Luftstrom am Fahrzeug verhindern Fahrgeschwindigkeiten unter 30 Stundenkilometern.

Dauerhafte Hilfe bieten fest installierte Zäune und Amphibientunnel. Dort, wo diese nicht machbar sind, setzt der BUND auf mobile Zäune: Die Amphibien suchen entlang der Schutzzäune einen Durchschlupf und landen dabei in Eimern, die in regelmäßigen Abständen ebenerdig im Boden versenkt werden. Auch zahlreiche andere Kleintiere, wie z.B. Eidechsen, werden hierdurch gerettet. In den Eimern werden die Tiere dann von Freiwilligen sicher über die Straße transportiert – an vielen Orten auch von ehrenamtlichen Helfer*innen des BUND.

Alle Straßennutzer*innen sind deshalb auch aufgerufen, Rücksicht auf die Helfer*innen am Straßenrand zu nehmen, die mit Leuchtwesten, Lampen und Armblinkern ausgerüstet sein sollten. Vor allem in regnerischen Morgen- und vor allem Abendstunden bei milderen Temperaturen werden die Autofahrer*innen gebeten, besonders aufmerksam und vorsichtig zu fahren und die Geschwindigkeitsbeschränkungen einzuhalten. Blinklampen und/oder Warnschilder mit Froschsymbol sowie örtliche Tempolimits weisen auf die Sammelgebiete hin.

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