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Atomausstieg geht weiter – aber viel zu langsam!

09. Januar 2018 | Atomkraft, BUND, Energiewende, Klimawandel, Bundestagswahl

Der BUND freut sich sehr über die Abschaltung des AKW Gundremmingen B – doch noch immer laufen sieben Atomkraftwerke in Deutschland.

Das AKW Gundremmingen: links der abgeschaltete Reaktor B.  (W.Wacker)

Ende 2017 wurde das bayerische AKW Gundremmingen B endgültig abgeschaltet. Es ist gut, dass der gefährliche Atomreaktor endlich vom Netz geht. Doch dass der baugleiche und gleichalte Block C noch vier weitere Jahre laufen soll, ist durch nichts zu rechtfertigen. Der Reaktortyp weist viele Ähnlichkeiten mit dem AKW in Fukushima auf und gehört sofort abgeschaltet.

Risiken der Atomkraft nicht vergessen!

Die Risiken der Atomenergie dürfen in der wichtigen, derzeit geführten  Auseinandersetzung um Klimaschutz und Kohleausstieg nicht vergessen werden. Im Gegenteil: Die sieben AKW, die jetzt noch am Netz sind, bedeuten ein ständiges Sicherheitsrisiko.

Außerdem produzieren sie jeden Tag zusätzlichen Atommüll. Und schon heute behindern die unflexiblen AKW die erneuerbaren Energien. Der weitere gesetzliche Ausstiegsfahrplan sieht vor, dass mit Philippsburg 2 nur ein weiteres AKW Ende nächsten Jahres vom Netz gehen soll. Alle dann noch verbliebenen sechs AKW sollen erst Ende 2021/22 abgeschaltet werden.

Der Atomausstieg muss beschleunigt werden

Die nächste Bundesregierung muss an das Atomgesetz ran. Denn das Bundesverfassungsgericht hat dem Gesetzgeber aufgegeben, das Atomgesetz bis spätestens Sommer 2018 zu ändern, damit der Atomausstieg gänzlich verfassungsgemäß ist. Die Möglichkeiten reichen von Laufzeitverlängerungen für einzelne AKW bis zur Entschädigung mit beschleunigtem Ausstieg.

In diese Debatte wird sich der BUND einmischen und für einen schnelleren  Atomausstiegs kämpfen. Denn dies könnte möglicherweise die letzte Chance sein, den Atomausstieg zu beschleunigen. Der BUND fordert den sofortigen Atomausstieg. Mindestens muss es bei der anstehenden Überarbeitung des Atomgesetzes aber darum gehen, eine frühere Abschaltung der AKW zu erreichen und die gleichzeitige Abschaltung vieler AKW 2021/2022 zu verhindern. Auch energiepolitisch ist es sinnvoll, den Ausstieg zu beschleunigen und in kleineren Schritten durchzuführen.

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