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Aktionsplan Luchs

08. August 2018 | Lebensräume, Wildkatze, Naturschutz, Wälder

Anlässlich des heutigen Weltkatzentags hat der BUND gemeinsam mit dem WWF einen "Aktionsplan Luchs" vorgestellt.

In Lauerstellung: Ein wilder Luchs im Harz.  (Johannes Freese)

Zersplitterte Lebensräume, etwa durch Straßen, Wilderei und mangelnde Akzeptanz bei Teilen der Bevölkerung bilden die Hauptprobleme für den Luchs.

Deshalb ist ein grenzenloser Schutz – und damit eine länderübergreifende Luchsstrategie – notwendig, um den sich geringfügig erholenden Bestand in Europa dauerhaft zu stabilisieren.

BUND und WWF fordern daher die Politik in einem "Aktionsplan Luchs" auf, folgende drängenden Problemfelder zügig anzugehen:

Biotopverbund stärken

Bund und Länder müssen ihre Anstrengungen zur Umsetzung von Wiedervernetzung und Biotopverbund deutlich verstärken. Dafür müssen z.B. im Rahmen der Raumplanung wichtige Verbundachsen sowie bedeutsame Kernflächen des Biotopverbundsystems dauerhaft gesichert werden. Deutschland braucht mehr Querungshilfen für Wildtiere, z.B. in Form von Grünbrücken.

Wilderei verhindern

Die illegale Tötung streng geschützter Wildtiere wie der Luchse in Deutschland darf nicht länger den Status eines Kavaliersdeliktes haben. Taten müssen konsequent verfolgt werden und dürfen nicht als zweitrangige Randerscheinung im Alltag der Ermittlungsbehörden gelten. Noch immer gibt es bei der Strafverfolgung durch Polizei und Behörden unübersehbare Defizite.

Dem Luchs eine Stimme geben

Damit die Rückkehr der Luchse zum dauerhaften Erfolg wird, ist die Akzeptanz der Menschen so entscheidend wie das Nahrungsangebot. Runde Tische und Beteiligungsmöglichkeiten für die Menschen in den Luchsgebieten und die Bereitstellung sachlicher Information helfen dabei, ein realistisches Bild von der großen Katze zu gewinnen.

Transnationale Strategie

Luchse kennen keine Ländergrenzen. Deshalb bedarf es einer länderübergreifenden Strategie zum Schutz des Luchses in Mitteleuropa mit einem Fokus auf Populations- und Lebensraumvernetzung, genetische Vielfalt der Populationen sowie Wildereibekämpfung. Dafür muss Deutschland stärker mit seinen Nachbarländern zusammenarbeiten.

Bei der Bereitststellung sachlicher Informationen wollen BUND und WWF mit einem umfangreichen Handbuch unter dem Titel "Wie ein Luchs. Steckbrief eines heimlichen Waldbewohners" vorangehen.

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Der Luchs im Bild

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