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130.000 Unterschriften überreicht – Raus aus der Massentierhaltung

01. Februar 2018 | Landwirtschaft, Massentierhaltung, Bundestagswahl

Am 31. Januar 2018 zu den Agrarverhandlungen in den Koalitionsgesprächen überreichte der BUND 130.000 Stimmen von Menschen, die keine Massentierhaltung und keine Agrarfabriken mehr wollen. Sie haben in E-Mails und auf Unterschriftenlisten die Parteien aufgefordert, einen Umbau der Tierhaltung jetzt mit konkreten Zielen und Zeitvorgaben anzugehen.

BUND übergibt 130.000 Unterschriften gegen Massentierhaltung an die GroKo. (v.l.n.r.) Jasmina Matera (Online Campaignerin, BUND), Rainer Spiering (agrarpolitscher Sprecher, SPD), Silvia Bender (Abteilungsleiterin Biodiversität, BUND)  (Jörg Farys / BUND)

Wir sind sprachlos und überwältigt: Rund 130.000 Nachrichten gegen Massentierhaltung haben sie in den vergangenen Monaten an die Spitzen der Parteien geschickt. Eine unglaubliche Menge an Unterschriften und Online-Beteiligungen, die für unsere Kampagne "Raus aus der Massentierhaltung" zusammengekommen ist. Dafür ein großes Dankeschön an Sie ganz persönlich! Viele von Ihnen haben auch selbst Unterschriften im Bekanntenkreis oder in den Fußgängerzonen des Landes gesammelt. Auch Ihnen möchte der BUND herzlich danken. Zwei prall gefüllte Kartons, rund 2.000 Seiten stark, haben wir am 31.1. in Ihrem Namen an den agrarpolitischen Sprecher der SPD übergeben. 

130.000 mal "Nein" zu Massentierhaltung!

Rainer Spiering hat die Koalitionsverhandlungen unterbrochen, ist raus zu uns in den Berliner Regen gekommen und hat Ihre Unterschriften stellvertretend für die SPD entgegengenommen. Mit starken Argumenten für einen Umbau der Tierhaltung und 130.000 Stimmen im Rücken ist er an den Verhandlungstisch zurückgekehrt. Wir haben abgeliefert – der Spielball liegt jetzt bei den Verhandler*innen. Sie müssen die richtigen Entscheidungen treffen. Unsere Forderung: Der Ausstieg aus der Massentierhaltung gehört in den Koalitionsvertrag.

Gut ist, dass die neue Regierung das Töten männ­licher Küken stoppen will – wohl noch in diesem Jahr. Schlecht ist hingegen, dass es wohl erstmal keine verbind­liche Haltungs­kenn­zeich­nung geben soll. Auf Fleisch­ver­packungen und Milch­kartons werden Sie weiterhin nicht durch eine Kenn­zeich­nung erkennen können, wie die Tiere gehalten wurden. Das darf so nicht bleiben. Unsere Fach­referent*innen kämpfen hinter den politischen Kulissen weiter für mehr Transparenz an der Ladentheke und für bessere Bedingungen für Tiere, Umwelt und uns Ver­braucher*innen.

Auch zum Thema Antibiotika­einsatz in Deutsch­land gibt es neue Entwicklungen. Das Bundes­agrar­ministerium will die Gabe von manchen Reserve­antibiotika im Stall einschränken. Sie sollen nur noch bei den Krank­heiten oder Tieren zum Einsatz kommen, für die sie offiziell zuge­lassen sind. Das verkauft uns Agrar­minister Schmidt ernsthaft als Fortschritt? Wir fordern: Im Stall sollten Reserve­antibiotika überhaupt nicht zum Einsatz kommen! Reserve­antibiotika sind über­lebens­wichtige Medi­kamente für Menschen – wenn sonst nichts mehr wirkt. Werden sie weiter im Stall gegeben, züchten wir uns gefähr­liche Resistenzen heran. Mit verheerenden Aus­wirkungen: Menschen könnten an simplen Infektionen sterben. Das muss die Politik doch endlich erkennen! Die neue GroKo hat sich im Rahmen ihrer Verhand­lungen noch gar nicht zu dem Thema geäußert. Das geht nicht, hier muss sich dringend etwas tun!

Wir warten gespannt auf die Ergebnisse der Agrarverhandlungen und bleiben hartnäckig am Thema.

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