Kreisgruppe WolfsburgFahrradtour in den DrömlingDer Bund für Umwelt und Naturschutz Deutsch-land (BUND) hatte zu einer Radtour in den Vorsfelder Drömling eingeladen. Nachdem an den vergangenen Samstagen bei BUND-Exkursionen in den Wendschotter und Graf-horster Drömling die Vogelbeobachtung im Mittelpunkt gestanden hatte, ging es diesmal um die Landschaften und den Landschafts-wandel. Bei strahlend blauen Himmel machten sich 40 Teilnehmer unter der Exkursionsleitung des Biologen Dr. Reinhold Schultz vom Umweltamt auf den Weg.Während des Rundkurses machte er auf verschiedene Landschaftsaspekte des Drömlings und auf die besondere Tier- und Pflanzenwelt aufmerksam. An die 400 gefähr-dete Arten besiedeln das Gebiet von Vorsfelde bis Calförde. Schultz machte auf die Brücken-funktion des Drömling aufmerksam, der wir es zu verdanken haben, dass Bieber aus den Elbauen über die Ohre und Aller heute selbst bis auf Wolfsburger Stadtgebiet vordringen. ![]() Der Exkursionsleiter Herr Dr. Schultz An Hand einer historischen Karte konnten die Teilnehmer sich von dem enormen Landschaftswandel überzeugen. Vor dreihundert Jahren war der Drömling ein fast undurchdringlicher Sumpfwald, von dem es hieß: „ein Fremder weiß sich in den Drömling nicht hineinzufinden, viel weniger wieder heraus-zukommen.“ Die Entwässerung veränderte die Landschaft jedoch grundlegend. An die Stelle des Sumpfwaldes, traten zunehmend Wiesen und Weiden. Heute hat der Naturschutz im Drömling Vorrang und alle Maßnahmen gelten dem Schutz der bedrohten Arten. Auffallend im Drömling sind die Buschreihen entlang der Gräben und Wege, ähnlich den Hecken in der Agrarlandschaft, die leider in den letzten 40 Jahren fast verschwunden sind. Sie mussten dem wirtschaftlichen Druck der EU-Agrarpolitik weichen. Dies hat zum Verlust von Lebensräumen für viele Heckenbewohner geführt. Der BUND möchte, da wo es ohne Beein-trächtigung der Landwirtschaft möglich ist, wieder Hecken pflanzen. Hecken nicht nur für bedrohte Tierarten, sondern auch für Spaziergänger und Früchtesammler. Der Anfang soll gemacht werden am Samstag, den 29. 09. bei Neuhaus. Zur Pflanzung von 1000 Hecken-sträuchern sucht der BUND die Unterstützung von 100 Personen oder Familien, die an einem Samstagvormittag drei Stunden lang beim Heckenpflanzen helfen. „Drei Stunden für Neuntöter, Dorngrasmücke, Rebhuhn, Wiesel und Co“. Wer mithelfen möchte, melde sich bitte im Naturschutzzentrum (Lönsstr. 5a, Tel. 05361-23529, email: nzwob@freenet.de). |
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