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Kreisgruppe Wolfsburg

Naturerlebnis-Rallye am 20.Mai 2007

Naturerlebnis-Rallye am 20.Mai 2007

20.Mai 2006: Einweihung der Brücke über die renaturierte Mühlenriede/Großes Mühenriedefest
20. Mai 2007: „Naturerlebniswanderung“ durchs Mühlenriedetal zwischen Mörse und Ehmen.
Unsere Gebete zum Wettergott hatten Erfolg. Das Wetter war super. Fünf Stationen zum Mitmachen für Eltern und Kinder standen ab 14.00 Uhr zwischen Ehmen und Mörse für Mitmach-Aktionen bereit.

1.Vogelstation
Am Stand für das Vogel-Quiz lief der Besuch zunächst langsam an, es kamen Familien
mit zwei verschieden alten Kindern, auf die sich Herr Hung gut einstellen konnte, so dass
auch die Jüngeren das Gefühl bekamen, die ausgestellten Vögel zu kennen und etwas über
sie zu wissen. Herr Hung hatte 8 – 10 Naturpräparate von Vögeln aufgebaut, die mit Klötzen mit Zahlen gekennzeichnet waren. Ein Fragebogen für die lesegewohnten Kinder enthielten verschiedene Aussagen über die ausgestellten Vögel; ihnen mussten die Zahlenklötze
zugeordnet werden. Die Kleineren versorgte Herr Hung mündlich in einem Zwiegespräch,
angepasst an das Alter des Kindes. Das verlief zufriedenstellend für alle Teilnehmer, denn
die Eltern verfolgten das Geschehen von weitem.
Herr Daenicke und Frau Künne hatten die Ankommenden begrüßt und mit einem Laufzettel versorgt.
Später erschienen größere Gruppen auch schon älterer Kinder, auch Erwachsene, wobei das Einzelquiz zu einem Gemeinschaftsquiz gestaltet werden musste, was offensichtlich trotzdem allen Spaß machte.
Zum Schluss durften sich die Kinder ein Fähnchen mit einer Nadel nehmen, an eine Landkarte treten und die Länder bezeichnen, in denen bestimmte heimische Vögel ihr Winterquartier beziehen.
Herr Hung hatte Nachschlagematerial über Vogelkunde auf einem Extratisch ausgebreitet und erklärte dies den besonders Interessierten. Wir sollten um 16.15 Uhr schließen. Da jedoch immer noch BesucherInnen mit Laufzetteln kamen, fertigten wir diese bis zum Schluss ab.

2. Erlenbruchwald-Station
Ein Vertreter der Stadtforst führte die Teilnehmer in das Thema Erlenbruchwald ein, so dass die Beantwortung der folgenden Fragen kein Problem mehr darstellte.
-Was kann die Erle besser als andere Bäume?
-Wodurch sind Bruchwälder bedroht?
-Wie alt sind hier die Schwarzerlen? Diese Frage konnte mit Hilfe von Erlenbaumscheiben, deren Jahresringe gezählt werden sollten, beantwortet werden.
Eine Blattfrottage half, am „Zauberbaum“ die Blätter der Schwarzerlen herauszufinden. Weiteres praktisches Tun für die Kinder bestand im Gestalten einer „Waldpostkarte“. Nette kleine Kunstwerke entstanden dabei. Ganze zwei Stunden lang kamen immer wieder Familien vorbei und schienen das Tun in und mit der Natur zu genießen. Fröhlich zogen sie mit dem gestempelten Laufzettel zur nächsten Station.

3. Schnitzen von Weidenpfeifen
Wohl an die 100 Kinder, zum großen Teil mit Eltern und oder Großeltern, waren
begeistert bei der Sache. Da unser ungewöhnlich warmes Frühjahr, wir waren ca. zwei bis drei Wochen vor dem langjährigen Mittel, die Purpurweide schon in vollem Laub gestellt hatte, war es schwer aus Weidenruten Pfeifchen zu bauen.
Die Alternative waren Bergahorn – Schösslinge, die lange Internodien (die Zwischenräume von Astring zu Astring) hatten und noch sehr gut im frischen Saft standen. Die Wachstumsschicht, das sogenannte Kambium war noch sehr weich. Im Gegensatz zu den schon reiferen Weidenzweigen ließ sich die Rinde noch gut lösen.
Kinder und Erwachsene waren mit Eifer dabei. Erfolge stellten sich nicht immer gleich ein und erforderten oft freundliches Unterstützen. Doch kam der erste zarte Ton war die Freude groß. Selbst die Erwachsenen bekamen leuchtende Augen, kamen zwei und drei mal zurück um noch ein Pfeifchen zu bauen oder einfach, weil vor lauter Begeisterung das Stempeln vergessen wurde.

4. Was schwimmt denn da? –Untersuchungen am „Gewässeruntersuchungsplatz“
Bei traumhaftem Wetter war der Andrang am Gewässeruntersuchungsplatz von Anfang an groß. Nach einer jeweils kurzen Einführung über das Vorkommen verschiedener Lebewesen in der Mühlenriede begannen Kinder und ihre Eltern mit Sieben ausgestattet begeistert mit dem Keschern in der Mühlenriede.
Die gekescherten Lebewesen wurden in weißen Schalen mit Wasser aufbewahrt und am Steintisch mithilfe von Bestimmungsbüchern und Becherlupen näher bestimmt.
Frau Sprenger und Herr Wiesner, Eltern der Kinder der Mühlenriede-AG des Gymnasiums Fallersleben, halfen tatkräftig mit. Die Teilnehmer staunten über ihre Fänge. Neben Libellenlarven, Ruderwanzen, Rückenschwimmern, Bachflohkrebsen wurden auch Eintagsfliegenlarven und Köcherfliegenlarven bestaunt. Mithilfe einer so genannten Becherlupenkartei konnten sich die Teilnehmer über die Lebensweise der jeweiligen Tiere informieren.
Um einen Stempel für die erfolgreiche Teilnahme an dieser Station zu erhalten, mussten die Kinder drei im Bach lebende Tierarten benennen. Ein Quiz mit Zusatzfragen wie zum Beispiel „Wie lange leben die Larven der Eintagsfliegen im Wasser?“ oder „Was bedeutet die Güteklasse II für ein Gewässer?“ konnte alternativ bearbeitet werden.
Viele Kinder kescherten immer wieder aus Neue und wollten denGewässeruntersuchungsplatz
noch lange nicht verlassen. Schließlich ließen sich jedoch überzeugen, da noch viele andere spannende Stationen auf sie warteten.

5. Geheimnisvolle Welt der Pflanzen
Bei schönstem Sonnenschein kamen viele Naturfreunde, darunter auch viele junge Familien
mit wissbegierigen Kindergarten- und Grundschulkindern, und blieben gleich hinter der alten Mörser Kläranlage am ersten Stand hängen.
Dazu schrieben die „Wolfsburger Nachrichten“: „In die „Geheimnisvollen Pflanzen“ weihte Harro Lentge, Biologielehrer am Albert-Schweitzer-Gymnasium, ein. „Auf einer Wiese setzen sich nur hoch blühende Blumen wie die Kuckuckslichtnelke durch“, erklärte er. Weil der „Scharfe Hahnenfuß“ sehr giftig ist, meiden ihn die Tiere und fressen nur das Gras drum- herum ab. Wer dazu alle drei Fragen richtig beantwortet hatte, bekam einen Stempel.“
Als günstig erwies es sich, dass zwei waschechte Diplombiologinnen unterstützend halfen und kompetent Auskunft gaben.
Als erstes sollte der Umgang mit einem Pflanzenbestimmungsbuch geübt werden. Nach Farbe
und Standort war der seltene Gifthahnenfuß zu bestimmen, der an der Abzweigung der neuen
Riede am schlammigen Ufer wächst. Genau mit der Lupe musste man hinschauen, um die sechs Staubblätter der Knoblauchsrauke zu erkennen und damit ein wichtiges Merkmal der
Kreuzblütengewächse zu bestimmen. Besonders prächtig waren die Anblicke von Kleeblüten durch die aufgebauten Stereolupen. Wer dann noch ein kleines Andenken mitnehmen wollte,
fertigte sich einen Pflanzendruck von filigranen Blättern an. So waren auch viele Kinder beschäftigt und ohne dass man es gemerkt hatte, hatte man spielerisch viel Wissenswertes erfahren.

Zum Schluss trafen sich die Teilnehmer am alten Schwimmbad von Ehmen. Dort waren Bänke und Tische aufgestellt. Es gab einen Verpflegungsstand, wo man Kuchen, Kaffee, Tee und Mineralwasser bekommen konnte. Weiterhin gab es einen Schminkstand für Kinder zum Thema „Wald- und Wiesengeister“ sowie Toilette und DRK-Sanitätsstation. Am BUND-Stand konnten die Teilnehmer ihre gestempelten Laufzettel abgeben und sich das wohlverdiente „Mühlenriede-Diplom“ und ein Samentütchen mit Schmetterlingsblumen abholen. Die Kinder erhielten darüber hinaus „Trommelsteine“, die Herr Lieven sen. zur Verfügung gestellt hatte. Insgesamt 100 Personen gaben ihre Laufzettel ab. Die Teilnehmerzahl selbst war erheblich höher und wurde unterschiedlich geschätzt.
Beeindruckend an der gesamten Aktion war die friedliche, stressfreie Atmosphäre, in der sich alle sehr wohl zu fühlen schienen.


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