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Kreisgruppe Wolfsburg

Von Orion und Siebengestirn




-Sternenexkursion im Mühlenriedetal vom 9.2.2008

Die erste BUND-Exkursion in diesem Jahr widmete sich den Winterstern-
bildern. Am Samstag, den 9. Februar trafen sich an der ehemaligen Kläranlage Mörse etwa 20 Sternenfreunde einschließlich fünf Kindern. Nachdem im Herbst und Winter 2007 zwei in der Presse angekündigte Sternenwanderungen aus Witterungsgründen ausgefallen waren, entschlossen sich die beiden Exkursionsleiter Dr. Stöckel und Dr. Stein am 8.2.08, die günstige Wettersituation zu nutzen und am kommenden Tag kurzfristig einzuladen. Das Ehepaar Stein informierte die Interessenten am 9.2. vormittags telefonisch. Trotz der Kurzfristigkeit nahmen ca. 20 Personen daran teil.
An dem wolkenfreien Südhimmel erstrahlten die Wintersternbilder in aller Pracht. Zuerst wurde das „Winter-Sechseck“ eingeführt. Es besteht aus folgenden hellen Sternen: Kapella im Sternbild Fuhrmann, Adelbaran im Stier, Riegel im Sternbild Orion, Sirius im großen und Prokyon im kleinen Hund sowie Pollux im Sternbild der Zwillinge. Das Winter-Sechseck ermöglichte es auch Anfängern, an diesem Abend sechs Sternbilder kennen zu lernen. Während Dr. Stöckel als Leiter der astronomischen Arbeitsgemeinschaft astronomische Begriffe, Methoden und Prozesse erklärte wie Lichtgeschwindigkeit, Entfernungsmessung, Sternennebel, veränderliche Sterne oder Galaxien, erzählte Herr Stein griechische Sternsagen. Da ging es um Zeus, der sich in einen Stier verwandelte, das Siebengestirn, die Zwillinge Pollux und Kastor oder Perseus mit dem Medusenhaupt.
Ohne Taschenlampenbenutzung wanderten die Teilnehmer ein Stück durch das Mühlenriedetal. Bei zwei Lichtungen, die bestimmte Ausschnitte des Himmels freigaben, wurden Beobachtungsphasen eingeschoben. Die Fortgeschrittenen konnten auf Wunsch noch weitere Sternbilder gezeigt bekommen: Perseus mit dem „Medusenhaupt“, Andromeda, Kassiopeia, Widder, Hase, großer Wagen und großer Bär. An Planeten waren Mars und Saturn zusehen.
Der Blick zu den Sternen bedeutet zugleich einen Blick in die Sternen-Vergangenheit: Ein Stern, der 1000 Lichtjahre entfernt ist, zeigt uns seine Stellung und sein Bild, wie und wo er vor 1000 Jahre gewesen ist. Vielleicht ist er inzwischen explodiert? Unendliche Räume und Entfernungen, ein nicht vorstellbares „unendliches „ All machten nachdenklich und zeigten die menschliche Begrenztheit.


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