Dezember 2011

BUND-Experte Jens Hilgenberg auf der IAA vor einem Audi-Spritfresser, Foto: BUND

Ab 1. Dezember gilt für Pkw das unsinnigste Öko-Label Deutschlands. Luxusgeländewagen mit einem Spritverbrauch von acht Litern erhalten ein grünes Label, während sparsamere Autos nur mit einem gelben Label gekennzeichnet werden. Der BUND kritisiert, dass das Gewicht ein zu stark ausschlaggebender Faktor für das Label ist und rät Verbrauchern, auf die ausge­wie­senen CO2-Emissionen statt der Label zu achten. Mehr....

Löchriger Rettungsschirm fürs Klima: Dem BUND reichen die Ergebnisse des Weltklimagipfels in Durban nicht, der Klimaschutz wurde erneut vertagt. Die Bremserstaaten, allen voran die USA, setzen mit ihrer Verzögerungstaktik das Leben von Millionen von Menschen und die biologische Vielfalt aufs Spiel. Der BUND fordert auch Deutschland und die EU auf, ihre Klimaschutzziele deutlich zu verschärfen. Mehr...

Der BUND appelliert an den Umweltminister Norbert Röttgen eine neue bundesweite Endlagersuche für hochradioaktiven Atommüll zu starten. Hierbei müssen die Atomkraftwerksbetreiber statt des Steuerzahlers zur Finanzierung herangezogen werden. Zudem darf Gorleben bei einer neuen Endlagersuche keine Rolle spielen und muss grundsätzlich ausgeschlossen werden. Mehr...

November 2011

"Gib mir 10!"-Logo

Der BUND startet am 13. November, anlässlich des Klimagipfels in Durban, die Stromsparkampagne "Gib mir 10!". Das ehrgeizige Ziel des Projekts: im Jahr 2020 zehn Prozent weniger Strom als 2008 zu verbrauchen. Das hieße eine jährliche Einsparung von 30 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr. Mehr...

Im hessischen Bad Hersfeld findet die Jahresversammlung der 130 Bundesdelegierten des BUND statt. Sie verlangen eine umfassende ökologische Agrarreform, beispielsweise das Verbot der industriellen Tierhaltung. Der BUND fordert weiterhin, eine dezentrale Energieversorgung mit umweltfreundlichen erneuerbaren Energien zu beschleunigen. Weitere Schwerpunkte der Arbeit des BUND werden eine umfassende Beteiligung der Bürger und ihrer Verbände an der Energiewende sein. Mehr...

Oktober 2011

Gewinnerbild "Alleen 2011": Ahorn-Eschen-Allee in Kremmen, Bürgerverein Linumhorst, Klaus Michalek

Zur "Allee des Jahres" ist dieses Jahr eine Ahorn-Eschen-Allee im Ort Kremmen gekürt worden. Der Beitrag wurde aus über 250 bundesweit eingesendeten Beiträgen von der BUND-Fotojury ausgewählt. Schon Mitte der 1920er Jahre wurde diese Allee angelegt; mittlerweile ist sie wie so viele ihrer Art bedroht: Die alten Bäume sollen nun gefällt werden. Deutschlandweit gibt es zur Zeit rund 20.000 Kilometer Alleen, ihre Anzahl schrumpft. Mehr...

Der BUND kritisiert die Gesetzesentwürfe für die europäische Agrarreform ab 2014 als halbherzig. Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner blockiert die Deckelung von Subventionen für Großbetriebe. Außerdem sind weder Maßnahmen vorgesehen, um die Entwicklung zu immer größeren Massentierhaltungsanlagen zu stoppen, noch Auflagen für einen verbesserten Tierschutz. Mehr...

Zwei Wölfe, Foto: G. Ries/ www.wikipedia.org

Eine Forsa-Meinungsumfrage, initiiert vom BUND, zeigt, dass eine große Mehrheit der Deutschen die Wölfe zurück haben will. Ungefähr sechzig Tiere sollen zur Zeit in Deutschland leben, 79 Prozent der Deutschen befürworten eine Wiederansiedelung. Der BUND fordert die voneinander isolierten Lebensräume aller bedrohten Tiere und Pflanzen generell besser zu vernetzen. Mehr...

September 2011

Anti-Atom-Demo in Tokio

Der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger ruft bei der größten Anti-AKW-Demo Japans vor rund 100.000 Menschen in Tokio zum globalen Atomausstieg auf. Der AKW-Betreiber Tepko hat weiterhin große Schwierigkeiten, die Anlage in Fukushima ausreichend zu sichern. Weiger und die Partnerorganisation des BUND, Friends of the Earth Japan, fordern ausreichende finanzielle Entschädigung für jene Menschen, die aus Sorge um ihre Gesundheit die Region verlassen mussten. Mehr...

Das zu verabschiedende CCS-Gesetz bekommt am 23. September im Bundesrat keine Mehrheit. Kurz vor der Bundesratsentscheidung hat der BUND vor dem Bundesratsgebäude in Berlin gegen dieses Vorhaben protestiert. Der BUND lehnt CO2-Endlager ab, da sie die Energiewende blockieren und den Klimawandel beschleunigen. Mehr...

August 2011

Titelbild der BUND-Studie "Lebendige Flüsse" – eine Vision für das Jahr 2027

In seiner Studie "BUND-Vision für Flusslandschaften in Deutschland" kritisiert der BUND, dass ein Großteil der Flüsse durch Landwirtschaft, Industrie und Schifffahrt ökologisch schwer geschädigt ist.Die Flüsse werden durch den Bau von Dämmen und Barrieren weiter eingeengt, statt die natürlichen Überschwemmungsflächen zu vergrößern. Das widerspricht den Zielen der EU-Hochwasserrichtlinie. Deshalb fordert der BUND, die Flüsse zu renaturieren und wieder zu lebendigen Gewässern umzugestalten. Mehr...

Der BUND warnt davor, in der Nordsee Projekte zur unterirdischen Verpressung von Kohlendioxid aus Kohlekraftwerken oder Industrieanlagen zu verfolgen. Ein Gutachten über die geologischen und ökologischen Gefahren der Anwendung von CCS in der deutschen Nordsee belegt, dass die Folgen der Anwendung der CCS-Technologie noch zu wenig erforscht sind und ökologische Risiken für die Meeresumwelt bestehen. Der BUND appelliert an den Bundesrat, das Gesetz zur Einführung der CCS-Technologie am 23. September 2011 abzulehnen. Mehr...

Eine BUND-Recherche zur Massentierhaltung zeigt, dass 2008 und 2009 je eine Milliarde Euro an Subventionen in die industrielle Geflügel- und Schweineproduktion geflossen sind. Die Folgen sind gravierend und bekannt: Überdüngung der Böden, Monokulturen, weniger Artenvielfalt, Lärm und Gestank. Der BUND fordert daher strengere Auflagen für Umwelt- und Tierschutz und mehr Bürgerbeteiligung bei der Genehmigung neuer Mastanlagen. Mehr…

Juni 2011

Gemeinsam mit anderen Umweltverbänden und Anti-Atom-Initiativen ruft der BUND die Delegierten von Bündnis90/Die Grünen in einem Offenen Brief auf, bei ihrem Sonderparteitag Ende Juni 2011 den Atomfahrplan der schwarz-gelben Bundesregierung abzulehnen. Bündnis90/Die Grünen hatten unmittelbar nach dem Gau von Fukushima einen Ausstieg bis 2017 gefordert. Einem Gesetz, das den Ausstieg aus der Atomenergie bis 2022 hinauszögert und ihn nicht unumkehrbar macht, darf nun jedoch "kein grüner Segen" erteilt werden. Mehr...

Mai 2011

Anti-Atom-Demonstration am 28. Mai 2011 in Berlin und 19 weiteren Städten, Foto: Jörg Farys

In Folge der Atomkatastrophe von Fukushima setzt die Bundesregierung eine Ethik-Kommission zur Bewertung der Atomkraft in Deutschland ein. Der BUND lobt die Forderung der Kommission, die bereits abgeschalteten AKW abgeschaltet zu lassen, übt aber gleichzeitig scharfe Kritik an deren Empfehlung zum Atomausstieg bis 2021. Auch den Bericht der Reaktorsicherheitskommission kritisiert der BUND, denn dieser stellen keine akzeptable Grundlage für den Atomausstieg dar. Um den Druck auf die Bundesregierung zu erhöhen, rufen die Umweltverbände einschließlich des BUND zu bundesweiten Demonstrationen auf. An den bundesweiten Demonstrationen am 28. Mai 2011 beteiligen sich 160.000 Menschen in über 20 Städten, die einen sofortigen Atomausstieg ohne Wenn und Aber fordern. Die Bundesregierung verzögert dennoch den Atomausstieg bis 2022, obwohl sie nach Fukushima versprach, "so schnell wie möglich" aus der Atomkraft auszusteigen. Für den BUND ist das kein Konsens. Mehr…

Das Bundesverkehrsministerium beschließt nach zwanzig Jahren Streit das Aus für die ökologisch zerstörerischen und ökonomisch sinnlosen Kanal- und Ausbauvorhaben an Saale und Elbe. Für den BUND ist das ein großer Erfolg. Saale und Elbe sind noch weitgehend natürlich erhalten. Der Druck, die Elbe für die Binnenschifffahrt auszubauen, wird damit geringer. Mehr…

Der BUND, bereits seit langem im Libellenschutz engagiert, hat die Feuerlibelle zur "Libelle des Jahres 2011" bestimmt. Mit der Wahl will der BUND auf vom Menschen verursachte Veränderungen in der Natur aufmerksam machen. Die grellrote Feuerlibelle ist ein typisches Beispiel für die Auswirkungen des Klimawandels. Ursprünglich in Afrika und rund ums Mittelmeer beheimatet, hat sie sich seit Mitte der 1980er Jahre stetig in Deutschland verbreitet. Mehr…

Im Rahmen der Aktion "Zukunft ohne Gift" demonstriert der BUND mit einer improvisierten Kita vor dem Verbraucherschutzministerium für ein Verbot von gesundheitsschädlichen Weichmachern in Kindergärten. Parallel zur Aktion veröffentlicht der BUND seine Untersuchungsergebnisse von 160 Staubproben von Kitas aus ganz Deutschland. Die Laboranalysen zeigen: Kitas sind im Durchschnitt dreimal höher mit gesundheitsschädlichen Weichmachern belastet als normale Haushalte. Mehr…

April 2011

Aufruf zur Demo am 25.4.2011

Das als Super-Gau eingestufte Atom-Unglück von Fukushima bestimmt die Medien, die Öffentlichkeit und die Arbeit des BUND. Am 12. April legt der BUND seinen Maßnahmenkatalog zum Sofortausstieg aus der Atomenergie vor, der im Wesentlichen auf den Ausbau der erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Energiesparen setzt. Gleichzeitig übt der BUND damit Kritik an dem von Bundesumweltminister Röttgen und Bundeswirtschaftsminister Brüderle erstellten 6-Punkte-Energiekonzept der Bundesregierung. Auch die Ergebnisse des Bund-Länder-Gipfels zur Energiepolitik werden kritisiert, da ein neues Atomgesetz mit lediglich verkürzten Restlaufzeiten der Realität nach Fukushima nicht gerecht wird.

RWE klagt gegen die Abschaltung des Atommeilers Biblis A. Als Reaktion darauf ruft der BUND Stromkunden zum Anbieterwechsel auf. Am Ostermontag demonstrieren rund 120.000 Menschen an zwölf Atomstandorten in Deutschland gegen die Atomenergie. Die u. a. vom BUND organisierten Demonstrationen erinnerten zugleich an die Tschernobylkatastrophe von 1986. Mehr...

Aus Anlass der aktualisierten Datenbank der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung fordert der BUND eine tiefgreifende Agrarreform und eine damit einhergehende Umverteilung der Gelder. Nach wie vor profitieren Agrarkonzerne und landwirtschaftliche Großbetriebe überdimensional von EU-Agrarsubventionen im Gegensatz zu kleinen bäuerlichen Betrieben. Mehr...

März 2011

Der BUND legt gemeinsam mit dem NABU einen Fünf-Punkte-Plan für eine Neuausrichtung der Waldpolitik in Deutschland vor. In diesem fordern die Verbände u.a. die Ausweisung von Schutzgebieten auf mindestens fünf Prozent der deutschen Waldfläche als "Urwälder von morgen" bis 2020. Anlass ist die unzulängliche Waldpolitik der Bundesregierung und die Eröffnung des "Internationalen Jahres der Wälder". Mehr...

Plakat zur Demonstration am 26. März 2011

Am 11. März 2011 geschieht das Unfassbare: In Japan bebt die Erde und ein anschließender Tsunami löst im AKW Fukushima die schwerste Atomkatastrophe seit Tschernobyl vor 25 Jahren aus. Der BUND, seit seinen Gründungstagen Gegner der Atomkraft, fordert die Bundesregierung auf, aus der Reaktorkatastrophe in Fukushima umgehend Konsequenzen für die deutschen Atomkraftwerke zu ziehen und ruft zu bundesweiten Mahnwachen auf. Mehr...

Die Kriterien zur Sicherheitsüberprüfung aller deutschen Atomkraftwerke von Bundesumweltminister Röttgen zeigen nach BUND-Ansicht, dass die Sicherheit für die Bevölkerung allein durch das Abschalten aller Atomkraftwerke gewährleistet werden kann. Parallel zum Krisentreffen der Bundesregierung mit den "Atom"-Ministerpräsidenten fordert der BUND ein Sofortprogramm für eine erneuerbare Energiezukunft, um die Energiewende einzuleiten. Dazu gehört neben dem vollständigen und sofortigen Atomausstieg auch eine drastische Reduzierung des Stromverbrauchs, gekoppelt an gesetzliche Vorgaben und Förderprogramme. Am 26. März demonstrieren rund 250.000 Menschen in Berlin, Hamburg, Köln und München für einen sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie. Der Druck auf die Politik steigt. Mehr...

Logo der Kampagne "Zukunft ohne Gift"

Ein großes Medienecho erzeugt der BUND mit seinen Analysen zur Weichmacherbelastung in Kindertagesstätten. Der BUND hat nach einem Aufruf 60 Staubproben von Kitas auf Schadstoffe untersuchen lassen. Im Durchschnitt waren die untersuchten Kitas dreifach höher als normale Haushalte mit gesundheitsschädlichen und hormonell wirksamen Weichmachern belastet. Mehr...

Februar 2011

Der BUND organisiert gemeinsam mit Aktionspartnern zu Anfang März eine etwa 45 Kilometer lange Menschenkette gegen Atomenergie. Geplant ist eine Menschenkette vom AKW Neckarwestheim bis nach Stuttgart. Mit der spektakulären Anti-Atom-Aktion soll ein Richtungswechsel der bundesweiten Energiepolitik eingeläutet werden. Unter dem Motto "Den Atomausstieg in die Hand nehmen!" werden Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, sich an dem unübersehbaren Signal gegen Atomenergie zu beteiligen. Mehr...

Die Bilanz von vier Jahren Nano-Kommission ist ernüchternd: es gibt immer noch keine Sicherheit für Umwelt und Verbraucher bei Nanomaterialien. Alltagsprodukte mit Nanomaterialien werden in Deutschland weiterhin ungebremst vermarktet, obwohl es immer mehr Hinweise auf mögliche Umwelt- und Gesundheitsrisiken gibt. Mehr...

Babyschnuller und Babyfläschchen, Foto: www.istockphoto.com

Die Erklärung des Bundesverbraucherschutzministerium, ab dem 1. Juni die gesundheitsgefährdende Chemikalie Bisphenol A in Babyfläschchen zu verbieten, ist ein Erfolg des BUND. Bisphenol A wirkt im Körper bereits in geringsten Mengen hormonell. Mehr...

Ende Februar entsteht eine große Debatte rund um den "Biosprit E10". Der BUND bezieht frühzeitig Stellung und äußert, dass es sich bei dem Kraftstoff um eine Mogelpackung handelt, die keinen Beitrag zum Klimaschutz liefert und die Agrosprit-Strategie der Bundesregierung die Verbraucher lediglich irreführt. Mehr...

Januar 2011

Aktionsplakat "Wir haben es satt"-Demo

Der BUND will 2011 – im "Internationalen Jahr der Wälder" – vor allem die Rolle des Waldes beim Schutz der Artenvielfalt ins Blickfeld rücken. Der Wald ist primär kein Wirtschaftsgut für die Holzindustrie, sondern er ist vor allem ein Refugium für viele seltene Pflanzen und Tiere. Er hat eine wichtige Funktion beim Klimaschutz und ist ein unverzichtbarer Erholungsraum für die Bevölkerung. Mehr...

Am 22.1. demonstrieren 22.000 Menschen in Berlin für eine Wende in der Landwirtschaftspolitik. Unter dem Motto "Wir haben es satt – Nein zu Gentechnik, Tierfabriken und Dumpingexporten" macht sich ein breites Bündnis für eine grundlegende Reform der Agrarpolitik, die Abkehr von der industrialisierten Landwirtschaft und einen besseren Verbraucherschutz stark. Mehr...

Mit einem Fünf-Punkte-Programm will der BUND die Planung von Großprojekten und Infrastrukturvorhaben reformieren. Bundesregierung, Länderregierungen und kommunale Behörden müssen die Beteiligung der Bürger an den Planungen ausbauen, Alternativvorschläge von Umweltverbänden stärker berücksichtigen und die Verfahren ergebnisoffen durchführen. Neben der frühzeitigen Beteiligung der Bürger am Raumordnungsverfahren ist eine völlige Transparenz bei Erörterungsterminen, eine bessere Möglichkeiten zur gerichtlichen Überprüfung der Planungsvorhaben und die Einführung von Volksentscheiden auf Bundesebene erforderlich. Mehr... 



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Titel des BUNDmagazin 2/2005; Titelfoto: Sektflasche in Gießkanne kühl gestellt

Welche Ereignisse und Themen in den ersten 30 Jahren des BUND besonders prägend waren, darüber berichtet das
BUNDmagazin 2/2005

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