Kampagne für faire Sportartikel

Videoausschnitt aus der BUNDjugend-Kampagne "Die Geschichte des Fußballs" zu fairen Sportartikeln

Was macht einen Ball zum Ligaball? Welche Henne legt ihn? Oder wird er doch von Menschenhand produziert? Wer verdient am Ligaball und wer bezahlt die Rechnung für ihn? Unter www.die-geschichte-des-fussballs.de geht die aktuelle Kampagne der BUNDjugend diesen Fragen beim DFB nach und setzt sich mit einer Onlinepetition für faire Sportartikel ein.

Mit der Onlinepetition will die BUNDjugend den DFB auffordern, über faire Arbeitsbedingungen in der Sportindustrie nachzudenken und Mindeststandards für alle seine Sportartikel einzuführen.

Der erste einheitliche Bundesliga-Ball – fair produziert?

Seit Juni 2010 gibt es den ersten einheitlichen Bundesliga-Ball für die erste und zweite Bundesliga. "Torfabrik" ist der Name des Balles. Der Ball ist rot-weiß, wird von Adidas exklusiv geliefert und alles andere als ein Schnäppchen. Adidas hat sich die dazu gehörige Fünfjahreslizenz gegen einen stolzen Preis gesichert.

Offizieller Fußball der Bundesliga 2010/11

Von einem einheitlichen Bundesliga-Ball verspricht sich der DFB einiges. Zum einen sollen die Ergebnisse noch fairer und vergleichbarer werden, wenn alle gegen den gleichen Ball kicken. Zum anderen lässt sich mit dem Ball und der Marke Bundesliga gut Geld verdienen.

Die Nachfrage nach Sportartikeln ist riesig. Um die Produktionskosten zu senken, produzieren Adidas und andere bekannte Hersteller über Subunternehmer in Südostasien oder Latein- und Mittelamerika. In sogenannten Weltmarktfabriken werden die Artikel für den europäischen Markt hergestellt. Die Löhne sind zu niedrig und die Arbeitsbedingungen schlechter als in Deutschland. Zwar gibt es teilweise gesetzliche Mindestlöhne, aber selbst die reichen nicht aus, um eine Familie zu ernähren. Höchste Zeit also, das Thema anzugehen und eine öffentliche Diskussion anzustoßen.



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Titelseite des Jahresberichtes 2010, Foto: Demo in Berlin im September 2010

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