Vorgestellt – Katja Schott

Porträtaufnahme Katja Schott
Katja Schott, Mitgliederservice

Medienwirksame Aktionen und Lobbyarbeit für den Umweltschutz sowie große Naturschutzprojekte prägen das Bild des BUND in der Öffentlichkeit. Diese Arbeit funktioniert jedoch nicht ohne sie: die über 400.000 Mitglieder und Förderer des Verbandes. Damit Briefe und BUND-Magazin unsere Unterstützer erreichen, gibt es einen riesigen Adress-Pool, der sorgsam gehegt und gepflegt werden muss. Katja Schott, 40 Jahre alt, arbeitet seit sieben Jahren im Dreier-Team des Mitglieder- und Spenderservice. Katja Schott kam wegen ihres damaligen Freundes und heutigen Ehemannes vor acht Jahren aus Hannoversch Münden nach Berlin.

Die große Adressdatenbank der Bundesgeschäftsstelle: Wer ist da alles drin und was wird damit gemacht?

Wir verwalten zurzeit über 560.000 Adressen von Mitgliedern, Spendern und allen, die mit dem BUND schon mal in Kontakt waren, z.B. durch ein Gewinnspiel oder eine Infoanfrage. Adressänderungen, neue Mitglieder und Förderer und auch Kündigungen von Mitgliedschaften müssen dort kontinuierlich eingearbeitet werden.

Im letzten Jahr hat der BUND etwa 3.000 zusätzliche Mitglieder gewonnen. An dieser Zahl kann man jedoch nicht erkennen, wie viele gekündigt haben und wie viele Mitglieder tatsächlich dazugekommen sind.

Tatsächlich sagt die absolute Zahl an Mitgliedern nichts über das tatsächliche Kommen und Gehen. Im letzten Jahr haben rund 24.000 ihre Mitgliedschaft beim BUND gekündigt und 27.000 neue Mitglieder haben wir gewonnen.

Aus welchen Gründen verlassen Mitglieder den BUND?

Ich habe schon den Eindruck, dass die Zahl der Menschen, die aus finanziellen Gründen ihre Mitgliedschaft kündigen, größer geworden ist. Wenn jemand deshalb kündigt, fragen wir meistens nach, ob er nicht Interesse an einer Mitgliedschaft zu sehr günstigen Konditionen hat. Wir freuen uns immer sehr, wenn sich ein Mitglied dann doch entscheidet unsere Arbeit weiterhin zu unterstützen. Auch kleine Beiträge helfen uns! Wenn jedoch daran kein Interesse besteht, dann danken wir für die Zeit, die er oder sie den BUND unterstützt hat.

Mit welchen Bereichen in der Bundesgeschäftsstelle arbeiten Sie zusammen?

Die Adress-Datenbank ist vor allem für das Fundraising besonders wichtig. Menschen, die den BUND einmal unterstützt haben, sind meist Überzeugungstäter und helfen gerne ein zweites Mal. Dann arbeiten wir noch mit der EDV, der Buchhaltung und dem Versand zusammen, damit unser BUND-Magazin unsere Mitglieder viermal im Jahr erreicht. Zudem haben wir auch einen ganz engen Kontakt mit unseren 16 Landesgeschäftsstellen.

Wie sind Sie beim BUND gelandet?

Eigentlich hatte ich in meinem vorherigen Beruf nichts mit dem Umweltschutz zu tun. Ich habe für die Firma SAZ gearbeitet, die für den BUND damals und auch heute noch als Dienstleistungsfirma Spendenbitten versendet und damit hilft, neue Spender zu gewinnen und auf den BUND und unsere Arbeit aufmerksam zu machen. Als ich nach Berlin kam, musste ich eine Weile warten, aber dann war hier eine Stelle frei, die passte.

Hat die Arbeit beim BUND Sie verändert?

Es hat meinen Lebensstil beeinflusst, ganz klar. Ich habe vor allem gemerkt, dass es wichtig ist, dass sich jeder Einzelne am Umwelt- und Naturschutz beteiligt, auch finanziell mit einer Spende oder dem Mitgliedsbeitrag. Und die meisten Spender – dieser Eindruck hat sich bei mir immer wieder bestätigt – geben ihr Geld nicht aus steuerlichen Gründen, sondern weil sie wirklich davon überzeugt sind, dass sie etwas Sinnvolles tun. Auch ich habe mich davon anstecken lassen und bin schon seit geraumer Zeit Mitglied im BUND. Es ist schön, das Gefühl zu haben, dass man für eine gute Sache arbeitet. Natürlich spielen meine tollen Kollegen auch eine große Rolle dabei, dass ich morgens gerne zur Arbeit fahre….


Das Interview führte BUND-Mitarbeiterin Friederike Otto im März 2008.



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