Wir leben in einer globalisierten Welt, die sich großen Herausforderungen gegenübersieht. Viele Probleme können nur gelöst werden, wenn alle Länder einbezogen werden. Dort, wo es Bemühungen gibt, internationale Verträge und Abkommen auszuhandeln, werden die Länder von ihren Regierungen vertreten. Die Parlamente sind sowohl beim Gipfel der acht führenden Industriestaaten (G8) als auch bei der UNO außen vor.
Die Kampagne für eine parlamentarische Versammlung bei den Vereinten Nationen (United Nations = UN) will dies ändern und fordert die Einrichtung eines Weltparlaments.
Im Gegensatz zu den nationalen Botschaftern wären die Mitglieder des UN-Parlaments (UNPA) gegenüber ihren Regierungen nicht weisungsgebunden. Sie hätten daher die Freiheit, nach ihrem persönlichen Ermessen drängende Fragen zu stellen, sensible Themen auf die Tagesordnung zu bringen und innovative Lösungsvorschläge vorzustellen.
Eine beratende parlamentarische Versammlung bei der UN würde andere UN-Organe wie den Sicherheitsrat oder die UN-Generalsversammlung nicht ersetzen. Sie wäre vielmehr eine zusätzliche Institution, um Parlamentarierinnen und Parlamentarier wirksamer an der Gestaltung der Globalisierung zu beteiligen.