Landesverband Thüringen

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BUND Thüringen Newsletter 01/06

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BUND Thüringen: Newsletter 1/2006: Vorwort
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Liebe Freunde der Erde,

am 26. April diesen Jahres jährt sich die Katastrophe von Tschernobyl zum 20. Mal. Das Datum steht für die größte Katastrophe in einem Atomkraftwerk, für atomare Verseuchung und für tausendfaches Leid.
Bundeskanzlerin Merkel trifft sich Anfang April mit den Spitzenvertretern der deutschen Energiewirtschaft zu einem Energiegipfel, um über die Zukunft der Energiepolitik in Deutschland zu beraten. Die Vertreter der großen Energiekonzerne werden dabei versuchen, Kohle und Atomkraft als Lösung für eine billige, saubere und sichere Energieversorgung zu präsentieren.
Der BUND erwartet von diesem Gipfel ein klares Bekenntnis zum Atomausstieg und eine Absage an den Bau neuer Kohlekraftwerke. Der Weg in eine zukunftsfähige Energieversorgung führt nur über den Ausbau der regenerativen Energien und über die Steigerung der Energieeffizienz. Hierzu kann jeder seinen Beitrag leisten.

Außerdem: Die Bundesländer zielen auf eine Verlängerung der quälerischen Hühnerhaltung in Käfigen ab - und das auch noch mit einem Etikettenschwindel: Als "Kleinvoliere" soll der Käfig plötzlich eine "Alternative" sein. Doch faktisch hat eine Henne dort nur eine Handbreit mehr Platz als im herkömmlichen Käfig, insgesamt kaum mehr als ein DIN A-4-Blatt. Deshalb unsere Unterschriftenaktion: Kein Ei mit der 3!

Was ferner den Natur- und Umweltschutz in Thüringen an großen und kleineren Ereignissen umtreibt können Sie in diesem ersten Newsletter des jungen Jahres nachlesen.

Einen guten Start in den Frühling und viel Sonnenenergie wünscht Ihnen Ihr


Dr. Burkhard Vogel
Landesgeschäftsführer

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BUND Thüringen Newsletter 01/06: Inhalt
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Die Rhön wird überfahren

Lebendige Werra: Billiger Abwasserkanal

Stiftung Naturschutz unterstützt großzügig Grünes Band

Running-Wild entlang des Wildkatzen-Korridors

Gentechnikwiderstand in Thüringen

Freie Fahrt für Radfahrer im Unstrut-Hainich-Kreis

Preis für Naturschutz in der Landwirtschaft

Projekt „Naturschutzrelevante Militärflächen“ der Naturstiftung David

Hinweise zu aktuellen Finanzierungsmöglichkeiten

Termine und Unterschriftenaktionen

• 20 Jahre nach Tschernobyl – Gegen Atomenergie! – Unterschriftenaktion
• Kein Ei mit der 3! Hände weg vom Käfigverbot! Die Protest-Postkarte finden Sie auf http://www.campact.de/henne/home

Impressum

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Die Rhön wird überfahren
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Erneut haben wir die „Salamitaktik“ im Raumordnungsverfahren zur Rhöntrasse kritisiert. Allein für Thüringen sind entlang der Trasse insgesamt fünf unabhängige Raumordnungsverfahren vorgesehen. Die Gesamtbetrachtung einer Bundesstrasse quer durch das Biosphärenreservat Rhön werde ebenso vernachlässigt, wie auch die Prüfung echter Alternativen. „Teile und herrsche“ – eine alte Taktik erlebt ihre Renaissance. Mit der Salamitaktik sollen offensichtlich scheibchenweise Tatsachen geschaffen werden und Zwangspunkte für den weiteren Trassenverlauf gesetzt werden. Dabei kommen nicht nur auf die Natur sondern auch auf die Einwohner der Dörfer gravierende Belastungen durch Dauerlärm und Schwerlastverkehr zu.
Weitere Infos: http://vorort.bund.net/thueringen/ unter Pressemitteilungen

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Lebendige Werra: Billiger Abwasserkanal
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Die Kali+Salz AG plant eine mehr als 60 Kilometer lange Rohrleitung, um zusätzlich mehr als 500.000 Kubikmeter Salzabwasser pro Jahr in die Werra einzuleiten. Die Rohrleitung soll bei Unterbreizbach an die Werra führen. Dabei überschreitet mit 2.500 mg Salz pro Liter das Werrawasser den gesetzlich genehmigten Grenzwert für die Einleitung von Salzwasser in die Werra das ökologisch verträgliche Maß um das Zehnfache. Dieser Grenzwert stammt noch von 1947 und entspricht längst nicht mehr dem Stand moderner Umwelttechnik. Die Werra kann damit ihre Selbstreinigungskraft nicht mehr entfalten und zusätzliche Stoffeinträge nicht abbauen. Nur noch ein Zehntel aller in diesem Flussabschnitt typischen Arten können dabei noch überleben.
Weitere Infos: http://vorort.bund.net/thueringen/ bei Lebendige Werra und unter Pressemitteilungen

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Stiftung Naturschutz unterstützt großzügig Grünes Band
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Im Projektgebiet „Steinachtal – Linder Ebene“ wurde ein umfangreicher Antrag für Flächenkauf und Erstpflegemaßnahmen von der Stiftung Naturschutz in Thüringen bewilligt. Innerhalb der Naturschutzgebiete (FFH-Gebiete) „Magerrasen bei Emstadt und Itzaue“ sowie „Görsdorfer Heide“ im Landkreis Sonneberg können nun ca. 16 ha naturschutzfachlich äußerst bedeutsame Flächen erworben, sowie dringend notwendige Erstpflegemaßnahmen durchgeführt werden.
Die Grundstücke stellen sich überwiegend als stark verbuschende Halbtrockenrasen (Enzian-Schillergras-Rasen, Trespen-Halbtrockenrasen) dar.
Der Flächenkauf ermöglicht eine großflächige Beweidung im Plangebiet durch ansässige Schäfer. Damit kann nicht nur eine kleinflächige Biotoppflege sondern vernetzter Naturschutz in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft stattfinden.
Durch die Entbuschungsmaßnahmen können von der Sukzession bedrohte Arten wie diverse Orchideen, Wacholder, Rotflügelige Schnarrschrecke oder die Heidelerche erhalten bleiben.
Weitere Infos: www.vorort.bund.net/thueringen/ unter Grünes Band

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Running-Wild entlang des Wildkatzen-Korridors
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Die Vorbereitungen für die Sportveranstaltung „Running Wild – Der Lebenslauf für die Wildkatze“ am 17. September 2006 laufen weiter auf Hochtouren.
Im Februar fiel in einer großen Sitzung im Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung Meiningen (ALF) die abschließende positive Abstimmung zum Wildkatzenkorridor. Das vom BUND vorgelegte wildkatzengerechte Bepflanzungskonzept für den neu entstehenden Wanderkorridor zwischen Hainaer Holz und Hörselbergen steht nun. Entlang des Korridors führt der Lebenslauf vom Südrand des Nationalparks Hainich bis zum Thüringer Wald. Tatkräftig unterstützt wird die Veranstaltung vom Landessportbund, dem Laufladen, der Gemeinde Ruhla und dem BUND Bundes¬ver¬band.
Die Vorsitzende des BUND Bundesverbandes, Dr. Angelika Zahrnt, und ihr Stellvertreter Dr. Helmut Horn haben sich bereits für den 17. September zum LebensLauf angemeldet!
Dem, der auf jeden Fall dabei sein will, sei unser Anmeldeformular auf unseren Internetseiten wärmstens empfohlen.
Weitere Infos unter www.wildkatze.info unter Mitmachen

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Gentechnikwiderstand in Thüringen
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In den nächsten Monaten wird in Deutschland auf über 1.000 ha gentechnisch veränderter Mais ausgesät. Die Schwerpunkte liegen in Ostdeutschland - mit Ausnahme Thüringens. Wie bereits im Vorjahr wird es im Freistaat nur Erprobungsanbau auf ca. 1.000 qm zum Zwecke der Sortenzulassung in Dachwig bei Gotha geben. Die Thüringer Landwirte produzieren also auch in diesem Jahr gentechnikfrei. Damit das so bleibt, müssen wir unsere Anstrengungen verstärken. Denn in diesem Jahr droht die Zulassung von Gentech-Raps. Und die Entschärfung der strengen Künast`schen Haftungsregelungen, die die meisten Landwirte bisher von der Gentechnik abgehalten haben.
Zur Zeit konzentrieren wir uns auf die Auseinandersetzung mit dem Thüringer Sozialministerium, dem wir Verletzung der Kontrollpflicht in Dachwig vorwerfen. Schließlich wurde die Dachwiger Gentech-Mais-Ernte im Vorjahr an Jäger zur Wildfütterung ausgegeben.
Weitere Infos unter www.oekoherz.de

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Freie Fahrt für Radfahrer im Unstrut-Hainich-Kreis
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Mit dem Rad durch den Hainich oder entlang der Unstrut quer durch den Kreis – manch einer hat schon schöne Radrouten für sich entdeckt. Doch nicht überall gibt es gute und beschilderte Wege. Abhilfe schaffen soll ein Radwege-Informationssystem. In welchem Zustand sind die Radwege? Wo genau verlaufen sie? Wer sind die Eigentümer? Die Antworten auf diese Fragen sollen mit einem computergestützte System schnell und einfach erfasst werden. Neben dem Netz im Unstrut-Hainich-Kreis konzentrierte er sich das Projekt dabei vor allem auch auf die Anbindung an die Nachbar-regionen und die Verbesserung der Infrastruktur.
Auch in Bad Langensalza ist durch Initiative des BUND das Radfahren nun noch uneingeschränkter möglich. Der Ortsverbands konnte erreichen, dass die Stadt im Dezember letzten Jahres die Fußgängerpassage wieder für Radfahrer freigab. „Wir wollten einfach versuchen, ob es nicht doch funktioniert. Bis jetzt sind wir positiv überrascht“, erklärte Ordnungsamtschefin, Sabine Hilbig, die Maßnahme. Eine Einsicht die bei gegenseitiger Rücksichtnahme sicher nicht bereut wird.
Weitere Infos unter www.bundlsz.de

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Projekt „Naturschutzrelevante Militärflächen“
der Naturstiftung David

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Das Projekt „Naturschutzrelevante Militärflächen“ präsentierte sich seit Mitte März mit einer in Struktur, Inhalt und Layout aktualisierten Homepage www.naturgebiete.de. Im Rahmen dieses Internetauftritts kann ab sofort auch die umfangreiche Datenbank „Naturschutz & Militär“ eingesehen werden. Damit ist es für jeden möglich, eigene Recherchen nach interessanten Militärflächen durchzuführen. Natürlich kann nicht die Vollversion mit dem gesamten Datenumfang ins Netz gestellt werden. Das wäre sowohl aus Gesichtspunkten des Datenrechts als auch der Handhabbarkeit nicht möglich. Doch es liegt eine Version vor, die sowohl schnell herunter geladen werden kann (komprimierte Version: 1,3 MB), als auch alle öffentlichen Informationen enthält. Voraussetzung ist die Software Access 2000 oder höher auf Ihrem Computer. Gesperrte Informationen können direkt bei uns angefragt werden. Wir freuen uns auf Ihre Anmerkungen und Ergänzungen.
Weitere Infos unter www.naturgebiete.de

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Hinweise zu aktuellen Finanzierungsmöglichkeiten
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15.- 1. Mai: Woche der Umweltbildung, durchgeführt durch den akuTh, unter dem Thema „Mobilität“, Teilnehmende Einrichtungen können durch den akuTh finanziell unterstützt werden

Juni 06: 1. Thüringer Naturkindertag, durchgeführt durch den akuTh, möglichst dezentrale Veranstaltungen in ganz Thüringen, Institutionen, die im Kinder- und Jugend-Umweltbildungsbereich tätig sind, können sich daran beteiligen, durch den akuTh können Honorare gezahlt werden, Koordination der Veranstaltungen erfolgt über die Kernnetzeinrichtungen des akuTh
Bürger initiieren Nachhaltigkeit (BIN). Die Bundesregierung hat eine Förderrichtlinie zur Unterstützung von zivilgesellschaftlichen Initiativen aufgelegt, die innovative Beiträge zur lokalen Nachhaltigkeit in Stadt und Gemeinde leisten.
Info: www.bund-bin.de oder 03039001-115 oder 0221340308-18

Locast-Programm endet 2006

Das Eine-Welt-Netzwerk bietet wie im vergangenen Jahr Kleinstprojekte im Bereich Entwicklungspolitik, Eine-Welt usw. mit einer Förderhöhe bis 500,00 € an. Antragsunterlagen über die akuTh-Kernnetzeinrichtungen
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BUND Thüringen Newsletter 01/06:
Termine und Unterschriftenaktionen

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Bis zum 5.April: Kein Ei mit der 3! Hände weg vom Käfigverbot! Artgerechte Haltung für alle Nutztiere! Die Protest-Postkarte finden Sie auf http://www.campact.de/henne/home

08. April: Aktion “Müll”, Gerade kurz vor dem Grünwerden kann man in der Stadt viele Müllecken entdecken. Wir wollen aufräumen!, 10.00 Uhr Umweltzentrum Bad Langensalza,

15.-16. April: Ökomesse „Grüner Kern“ , Kulturhof Zickra bei Berga: Alles um ökologisches Bauen, Wohnen, Leben

26. April: 20 Jahre Tschernobyl - Der BUND beteiligt sich an europaweiter Unterschriften-Aktion. Bis zum 20. Jahrestag der Reaktor-Katastrophe von Tschernobyl suchen wir eine Million UnterstützerInnen! Mitmachen unter www.bund.net/aktionen/antiatom/
Unter dem Motto "Eine Million Europäer verlangen den Ausstieg aus der Atomenergie“ haben Umweltschutz-Verbände aus ganz Europa eine Unterschriftenaktion gestartet. Diese läuft noch bis Oktober 2006.

26. April: Kleiber und Co – Kletterkünstler in Parks und Gärten, DiaVortrag mit Dipl. Biol. Juliane Balmer, Ausstellungseröffnung Natur des Jahres 2006, 19.30 Uhr Umweltzentrum Bad Langensalza, , Eintritt: 2€

06. Mai: BUND Landesversammlung, Kleine Synagoge, Erfurt, 10.00 Uhr

21. Mai: Frühlingsfest, Wir feiern mit Sonnenspiel und Sonnenmobil zusammen mit dem KULTurverein Stadtmauerturm, 14.00 Uhr Umweltzentrum & Naturgarten Bad Langensalza,

10.-11. Juni: Naturparktage, Ruhla

14. Juni, Thüringer Ökolandbau-Feldtag 2006, Mittelsömmern

10. – 25. Juni, Thüringer Ökolandbau-Aktionstage mit "Öko on Tour", Eröffnung: 10. Umwelt- und Erlebnismarkt in Arnstadt, Abschluss: Öko-Hoffest der Landschaftspflege–Agrarhöfe Kaltensundheim

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Beiträge und aktuelle Termine für den nächsten BUND-Newsletter bitte bis zum 15. Juni 2006 an die Landesgeschäftsstelle des BUND Thüringen, Trommsdorffstr. 5 in 99084 Erfurt, oder per e-Mail an: bund.thueringen@bund.net
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IMPRESSUM

Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
Landesverband Thüringen e.V. (BUND Thüringen)
Trommsdorffstrasse 5
99084 Erfurt
TEL: 0361/55503-10
FAX: 0361/55503-19
http://www.bund.net/thueringen

Herausgeber: Dr. Burkhard Vogel
Redaktion: Dr. Burkhard Vogel (verantwortlich), Alexandra Schubert

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bund.thueringen@bund.net



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