Das sollte sich ändern. Nach intensiver Vorbereitung wurden im Herbst 2007 die ersten 20.000 Bäume und Büsche für einen Grünen Korridor – eine Verbindung der beiden Wälder – gepflanzt. Inzwischen ist dieser erste Korridor vom Hainich zum Thüringer Wald fast vollständig bepflanzt. Im nächsten Schritt wird der Hainich mit dem Harz verbunden.
Bis die ersten Bäume standen, haben sich Mitarbeiter und Ehrenamtliche des BUND über mehrere Jahre der Erforschung der Wildkatzenwege des Hainich gewidmet und den idealen Verlauf des Korridors bestimmt. Außerdem verhandelten sie mit Landbesitzern und Behörden und entwickelten nicht zuletzt Finanzierungsmodelle. Dabei zeigte sich neben der Vernetzung der Wälder die zweite Bedeutung des Wortes Rettungsnetz: Nur wenn Politik, Behörden, Verbände, Landeigentümer und andere Beteiligte zusammenarbeiten, ist die Rettung der Wildkatze möglich. Dem BUND in Thüringen ist es gelungen, diesen Dialog anzustoßen und zu leiten. Ein Beispiel, das Schule macht.