Ein Rettungsnetz für die Wildkatze

Europäische Wildkatze, Foto: Thomas Stephan/BUND

Unberührte und vor allem zusammenhängende große Waldgebiete gibt es in Deutsch­land kaum noch. Landwirtschaft, Siedlungen, Straßen und Bahnlinien zerschnei­den die Wälder. Für die Tiere des Waldes wird es zunehmend eng. Die Populationen von Wild­katze oder Luchs sind inzwischen so klein und so weit voneinander getrennt, dass ihr Überleben und damit die biologische Vielfalt auf dem Spiel stehen.

Grüne Korridore aus Büschen und Bäumen

Der BUND schützt die biologische Vielfalt in Deutschland und Europa, indem er sich für die Wiedervernetzung der Wälder einsetzt. In Pilotprojekten zeigen wir, dass ein Waldverbund mit grünen Korridoren aus Büschen und Bäumen funktioniert. Bei der Waldvernetzung orientieren wir NaturschützerInnen uns an den Ansprüchen der Europäischen Wildkatze. Denn dort wo es der Wildkatze gut geht, fühlen sich auch viele andere Arten wohl. Gemeinsam mit Politik, Behörden und BürgerInnen wollen wir ein "Rettungsnetz für die Wildkatze" knüpfen: Grüne Korridore sollen sich durch Deutschland ziehen und die isolierten Wälder wieder verbinden. Grundlage dieses Rettungsnetzes ist der Wildkatzen­wegeplan.

Im Herbst 2007 hat der BUND den ersten Teil des Wildkatzenwegeplans umgesetzt und den Nationalpark Hainich mit dem Thüringer Wald wiederverbunden. Es folgten Korridore in Rheinland-Pfalz und Niedersachsen. Aktuell bereiten wir Korridorpflanzungen und Waldaufwertungen an sechs weiteren Standorten vor. 

Wildkatzennews – Neues aus unseren Projekten und rund um die Wildkatze

Wildkatze im Schnee, Foto: Wildkatzendorf Hütscheroda

Stöbern Sie in unseren Wildkatzennews und erfahren Sie, was es Neues zu den Themen Waldverbund, Wildkatze, biologische Vielfalt und dem Rettungsnetz gibt.

Und werfen Sie ruhig auch einen Blick in unser Archiv.

Zu den Wildkatzennews

"Wildkatzensprung" – Wildkatzenschutz auf dem nächsten Level

BUND-Aktive beim Bäumepflanzen, Foto: BUND

Das Projekt "Wildkatzensprung" hebt das Engagement des BUND für Waldverbund und Wildkatzenschutz auf das nächste Level: Neben sechs neuen Pilotkorridorprojekten gehört der Aufbau einer Gendatenbank, das Freiwilligenmanage­ment und die Öffentlichkeitsarbeit dazu. "Wildkatzensprung" wird durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert. 

Informationskampagne "Biotopvernetzung – Netze des Lebens"

Exkursion mit Kindern, Foto: Thomas Stephan/BUND

Der BUND führte von 2010 bis Ende 2012 eine große Wildkatzen-Informationskampagne durch: Mit Ausstellungen, Erlebnispfaden, Pflanztagen, Ortsterminen für StakeholderInnen und vielem mehr zeigt diese, wie wichtig die Vernetzung von Lebensräumen für die Bewahrung der biologischen Vielfalt ist. Das Projekt "Biotopvernetzung – Netze des Lebens" wurde mit EU-Mitteln im Rahmen des Programmes LIFE+ gefördert.



Wildkatzen-Rundbrief

Jede Spende zählt!

"Rettungsnetz Wildkatze" ausgezeichnet

Logo für die Auszeichnung als UN-Dekade-Projekt
Suche