Seit März 2007 gilt die Verordnung zur Kennzeichnung emissionsarmer Fahrzeuge. Danach haben Städte die Möglichkeit, Umweltzonen einzurichten, in denen nur noch Fahrzeuge mit einem geringen Feinstaubausstoß fahren dürfen. Keine Plakette erhalten vornehmlich Diesel-Fahrzeuge mit einer Abgasnorm schlechter als Euro 2 und Benziner ohne geregelten Katalysator. Seit Januar 2008 gibt es Umweltzonen in Berlin, Hannover und Köln. Mittlerweile sind rund 30 Städte gefolgt.
Wie wirksam sind Umweltzonen?
Im Juni 2009 legte der ADAC eine Studie vor, in der die Wirksamkeit von Umweltzonen in Frage gestellt wird. Seitdem mehren sich in den Städten die Versuche, Umweltzonen zu prüfen und nach Möglichkeit abzuschaffen. Auch die neue Bundesregierung will laut Koalitionsvertrag "...Einfahrverbote dort lockern, wo die Einschränkungen in keinem vernünftigen Verhältnis zur erzielten Feinstaubreduzierung stehen."
Dabei hat die Praxis gezeigt: Umweltzonen sind unverzichtbar. Allein in Berlin senkte die Umweltzone den Dieselruß aus dem Straßenverkehr bereits im ersten Jahr um 24%. Auch bei den nicht minder gefährlichen Stickstoffdioxiden wirken die Umweltzonen. Hier wurde in Berlin bereits im ersten Jahr eine Reduktion um 14% erreicht.
Umweltzonen sind kein Allheilmittel - Weitere Maßnahmen nötig
Umweltzonen sind wichtig - mit der jetzigen Regelung kann so die Feinstaubbelastung in Städten im Durchschnitt um bis zu 10% gemindert werden.
Um ein dauerhaft gesundes Stadtklima zu etablieren, sind jedoch weitere Maßnahmen nötig. So müssen Fahrrad, Bus und Bahn gezielt gefördert werden. Dadurch kann die Zahl der Fahrzeuge verringert werden. Mit einer Temporeduzierung und Verstetigung des Verkehrsflusses können Reifen- und Bremsabrieb sowie die Aufwirbelung des Feinstaubs von der Straße gemindert werden.