Kampagne "Rußfrei fürs Klima"

Aktion für ein rußfreies Duisburg an der Karl Lehr Brücke im Sommer 2009. Foto: Ralf Hohl.
Aktion für ein rußfreies Duisburg an der Karl Lehr Brücke im Sommer 2009. Foto: Ralf Hohl.

Dießelruß ist nicht nur schädlich für unsere Gesundheit – er ist auch schädlich fürs Klima. Rußpartikel aus Dieselemissionen haben im Gegensatz zu den Klimagasen Co2, Methan und Ozon nur eine geringe Verweildauer in der Atmosphäre. So führt ihre Reduktion auch schnell zu messbaren Erfolgen!

Deshalb hat der BUND zusammen mit dem Naturschutzbund Deutschland (NABU), der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und dem Verkehrclub Deutschland (VCD) die Kampagne "Rußfrei fürs Klima" ins Leben gerufen.

Wie wirkt Dieselruß auf das Klima?

Rußpartikel aus Europa werden vom Wind bis in die Arktis getragen. Dort tragen sie zur Erwärmung der Eisflächen bei – und dies gleich dreifach:

  • Rußpartikel absorbieren das Sonnenlicht und tragen zur Erwärmung der unmittelbaren Umgebung bei,
  • sie lagern sich auf den weißen Eisflächen ab und reduzieren so die Reflektion des Sonnenlichtes um bis zu 40 Prozent,
  • sie beeinflussen die Wolkenbildung und führen damit zu einer Veränderung der Niederschlagsverhältnisse.

Welche Ziele verfolgt die Kampagne "Rußfrei fürs Klima"?

Logo der Kampagne "Russfrei fürs Klima"

Der Verkehr ist für 25 Prozent aller weltweiten Rußpartikel-Emissionen verantwortlich. Hier setzt die Kampagne an; im Zentrum steht die Bekämpfung des Dieselrußes in den Städten: Wie kann der Verkehr hier umweltverträglicher gestaltet werden, indem Rußemissionen von Pkw, Lkw, Baumaschinen und Binnenschiffen vermindert werden? Wie kann der Nahverkehr verbessert werden und somit zu einer Reduzierung der Autos in den Städten beitragen? Die Kampagne gibt Antworten auf diese Fragen, benennt die nötigen politischen Entscheidungen und fordert deren Umsetzung.

Die Kampagne "Rußfrei fürs Klima" fordert, dass ...

  • die Europäische Union das verbindliche Ziel vorgibt, Dieselruß bis 2020 um 100 Prozent zu verringern. Dies ist technisch machbar!
  • die Bundesregierung in Anlehnung an ihre Klimaschutzziele ein Minderungsziel für Dieselruß verabschiedet,
  • bei den Ausschreibungen im öffentlichen Nahverkehr verbindliche Umweltstandards festgelegt werden,
  • die Kommunen Umweltzonen auch aus Klimaschutzgründen einrichten und weiterentwickeln.


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