Das Rad im Alltag

Titel der Broschüre "Alle im Blick. Regelungen zum Radverkehr"

Neue Regelungen im Radverkehr

In der Straßenverkehrsordnung (StVO) wurde die Gruppe der Radfahrer lange Zeit nicht genügend berücksichtigt. Im September 2009 wurden die Regelungen für den Radverkehr neu überarbeitet und damit die Situation der Radfahrer deutlich verbessert. An der Überarbeitung hat der BUND mitgearbeitet.

Die Neuregelungen sind positiv für die Radfahrer und setzen einige langjährige Forderungen der Umweltverbände um (z.B. Radfahrstreifen statt Radwege, Öffnung von Einbahnstraßen und „Sackgassen“, leichteres Linksabbiegen).

Alle im Blick - Regelungen zum Radverkehr (Hg. Deutscher Verkehrssicherheitsrat, Februar 2010) 

Verkehrsplanung

In vielen Gemeinden sind Radwege immer noch selten oder kaum nutzbar. Problematisch sind zu schmale Radwege (Mindestbreite beträgt 150 cm) mit schlechter Asphaltierung. Baulich getrennte Radwege können von der Straße meist nicht gut gesehen werden – immer wieder kommt es zu tödlichen Unfällen mit rechts abbiegenden Autos. Der BUND plädiert für Radspuren auf der Straße, weil sie Radfahrer sichtbarer für die Autofahrer machen. Damit erhöht sich die Sicherheit. An Kreuzungen sollten Ampelschaltungen sollten zuerst dem Radverkehr grünes Licht geben. 

Sicherheit

Fahrräder haben keine Airbags oder ABS, trotzdem leben ihre Benutzer nicht gefährlicher als Autofahrer. Wenn die Umstände stimmen, ist Rad fahren eine sichere Sache. Das Problem des „toten Winkels“ bei Lkw lässt sich technisch lösen. In den Niederlanden sind zusätzliche Spiegel für Lkw bereits Pflicht - es ist Zeit für die anderen europäischen Länder, diesem Beispiel zu folgen. Entscheidend ist auch, dass Radfahrer sich selbst an die Verkehrsregeln halten. Das heißt vor allem: Bei roten Ampeln stoppen und nachts mit Beleuchtung fahren!

Fahrradzeichen an einer S-Bahn.

Vernetzung mit Bus und Bahn

Aufsteigen, absteigen, einsteigen – so einfach kann es gehen, wenn das Rad und der öffentliche Verkehr optimal miteinander vernetzt sind. Aber beim sogenannten Bike & Ride gibt es Verbesserungsbedarf: Zugänge zu Bahnhöfen sind oft nicht fahrradfreundlich gestaltet (Rampen statt Treppen). In ICE-Zügen ist generell keine Fahrradmitnahme erlaubt – das macht gerade längere Reisen schwierig. Überdachte und bewachte Fahrradparkplätze sucht man oft vergeblich in Bahnhofsnähe. 

BUND-Position zur Fahrradmitnahme in der Bahn

Einkaufen mit dem Rad

Waren des täglichen Bedarfs passen problemlos in Körbe, Rucksäcke, Satteltaschen oder in einen Fahrradanhänger. Beim Einkaufen mit dem Rad entfällt die lästige Parkplatzsuche und auf Strecken unter drei Kilometern ist das Rad in der Stadt ohnehin schneller. Zudem sparen Radler Geld für Benzin und Parkgebühren.

Zum Projekt "Einkaufen mit dem Fahrrad" des BUND Landesverbandes Berlin...

Mit dem Rad zur Arbeit

Kein Stau, keine Parkplatzsuche, kein Stress: Viele Menschen starten mit einer Fahrradfahrt in den Arbeitstag. Um noch mehr Berufstätige aufs Rad zu bringen, brauchen wir bessere Rahmenbedingungen. Dabei ist auch der Arbeitsgeber gefragt: Was spricht gegen eine finanzielle Würdigung, wenn Beschäftigte Dienstfahrten per Rad statt im firmeneigenen Auto unternehmen? Erleichtern kann eine Firma den Umstieg mit der Anschaffung von Diensträdern.

Modellprojekt Bike + Business in der Rhein-Main-Region

Mit dem Rad zur Arbeit – Mitmachaktion von ADFC und AOK

Fahrrad in der Abendsonne.

Mit dem Rad in den Urlaub

Der sanfte Tourismus auf zwei Rädern erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Um ein funktionierendes System von Wegen, Beschilderung, Gastronomie und Dienstleistungen rund ums Rad zu schaffen, bedarf es enger Zusammenarbeit zwischen Ländern, Kommunen, Tourismusverbänden, dem Hotel- und Gaststättengewerbe, Verkehrsunternehmen und Fahrradverbänden.

Verzeichnis fahrradfreundlicher Unterkünfte in Deutschland...  

Übersicht über Radfernwege in Deutschland...

Illustration zu Elektrofahrrad: Radfahrer mit Schmetterlingsflügeln auf einem Fahrrad, Illustration: Reinhard Blumenschein

Elektrofahrrad: mit dem Strom radeln

Gefälle und Rückenwind auf Abruf – ein Radlertraum scheint wahr geworden. Zwei Grundtypen sind bei den Elektrofahrrädern zu unterscheiden: die flotten E-Bikes mit "Gasgriff" und bis 45 Kilometer pro Stunde Tempo. Für sie sind Kennzeichen und Führerschein erforderlich. Pedelecs dagegen verstärken die Tretkraft und gehen als normale Räder durch, sofern der Zusatzschub bei 25 Kilometern pro Stunde endet. Richtig öko sind Elektrofahrräder aber nur unter bestimmten Voraus­setzungen. Der BUND sagt Ihnen, worauf es ankommt.

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Tipps des BUND Berlin...

Titel der Broschüre "Auf die Räder"

... für Umweltgruppen, die sich in ihren Gemeinden für das Rad stark machen wollen.

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oder bestellen unter kontakt@bund-berlin.de.

Einkaufen mit dem Rad - ein Projekt des BUND Berlin

Mit dem Fahrrad einzukaufen, geht schnell, ist preiswert und gesund.

www.einkaufen-mit-dem-rad.de

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