A 643: Autobahndreieck Mainz - Schiersteiner Kreuz

Rettet den Mainzer Sand. Collage vor und nach dem Ausbau. Quelle: BUND Landesverband Rheinland-Pfalz.

Länge: Autobahndreieck Mainz - Schiersteiner Kreuz (6,6 km)

Kosten: 250 Millionen Euro (Schätzung der Hessischen Straßen- und Verkehrsverwaltung)

Planungsstand: Neubau Schiersteiner Brücke: Planfeststellungsverfahren läuft seit Januar 2010, Abschnitt Mombach – Autobahndreieck Mainz: Planfeststellungsverfahren noch nicht eröffnet.

 

Offizielles Planungsziel: Im Zuge des Neubaus der Brücke zwischen Mainz-Mombach und Wiesbaden-Schierstein soll die Autobahn 643 von derzeit vier auf zukünftig sechs Spuren ausgebaut werden.

Kritik des BUND

  • Zerstörung des Naturschutzgebietes „Mainzer Sand“: Das Naturschutzgebiet „Mainzer Sand“ westlich von Mombach beherbergt eine für Deutschland und Mitteleuropa einzigartige Tier- und Pflanzenwelt. Sie ist ansonsten in den Steppen Südrusslands und am Mittelmeer heimisch. Mit vielen seltenen und gefährdeten Arten ist der Mainzer Sand eines der bedeutendsten Naturschutzgebiete im Land. Es wird bereits von der A 643 durchquert und ist daher in einem schlechten Zustand. Mit der Erweiterung der Autobahn würden weitere Flächen dieses sensiblen Gebietes zerstört werden.
  • Belastung für Anwohner und Touristen: Lärm und Schadstoffbelastungen würden unweigerlich zunehmen und belasten Anwohner und Erholungssuchende.

Alternativforderungen des BUND

  • Intelligentes Verkehrsleitsystem zur Stauvermeidung: Der Ausbau wird mit Staubildung begründet. Doch zur Stauvermeidung ist ein Ausbau nicht nötig. Staubildungen im Berufsverkehr lassen sich viel besser mit einem intelligenten Verkehrsleitsystem mit temporärer Einbeziehung der Standstreifen und einer Geschwindigkeitsbeschränkung vermeiden.
  • Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs zwischen Mainz und Wiesbaden: So wird es für viele Pendler attraktiv, das Auto stehen zu lassen und die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen.
  • Geschwindigkeitsbeschränkung auf 80 km/h: Die A 643 sollte als Stadtautobahn behandelt werden, für die automatisch eine Begrenzung auf 80 km/ h gilt. Dies verringert die Schadstoffbelastung (v.a. stickstoffhaltige Emissionen, die dem Mainzer Sand besonders zusetzen), höherer Verkehrssicherheit, stetigem Verkehrsfluss und verringerter Lärmbelastung.

Weitere Informationen

Kontakt

BUND Landesverband Rheinland-Pfalz
Hindenburgplatz 3, 55118 Mainz
Tel.: 06131-62706-0, Fax: 06131-62706-66
www.bund-rlp.de
info@bund-rlp.de

Umfangreiche Informationen zum Naturschutzgebiet „Mainzer Sand“:
Arbeitskreis Umwelt Mombach e.V.
Obere Bogenstr. 56, 55120 Mainz
www.akumwelt.de, info@akumwelt.de

 

 



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