Offizielles Planungsziel: Entlastung der A 7, bessere Anbindung der Städte Kassel und Marburg
Kritik des BUND
Mit dem Weiterbau der A49 von Neuental bis Schwalmstadt entstünde eine hochbelastete nord-südeuropäische Transitroute, die der Region erhebliche Nachteile brächte:
Für einzelne Städte wie Treysa, aber auch für den gesamten Raum Schwalmstadt würde der Bau der Autobahn deutliche Verschlechterungen der Lebensqualität bringen, denn das Verkehrsaufkommen würde zunehmen und ungeeignete Autobahnanschlüsse würden den Verkehr durch die Innenstädte lenken. Lärm, Schadstoffe und verstopfte Straßen wären die Folge.
Bei Realisierung der A 49 ist eine Abwanderung der Kaufkraft aus den Mittel- und Unterzentren im Verlauf der Autobahntrasse in die Oberzentren nach Gießen bzw. Kassel zu befürchten. Eine solche rückläufige Entwicklung der Kaufkraft droht eine Kettenreaktion auszulösen: Die Existenzbasis für Händler am Standort Schwalmstadt könnte sich noch weiter verschlechtern. Weder die erhoffte Stabilisierung noch die ursprünglich erwartete Verbesserung der wirtschaftlichen Lage wird mit dem Bau der Autobahn erreicht werden.
Alternativvorschläge des BUND:
Eine Stabilisierung der wirtschaftlichen Entwicklung sowie die Bewahrung der hohen Lebens- und Wohnqualität in der Region sollten Maßstab aller Entscheidungen sein. Bei der verkehrlichen Infrastruktur bedarf es nach Ansicht des BUND durchaus einiger Verbesserungen: Nach der Konzeption der Umweltverbände und Bürgerinitiativen soll statt einer BAB als dominierende Magistrale, die hauptsächlich die Nachteile eines überregionalen Durchgangsverkehrs in die Region trägt, ein gleichrangiges Netz von Land- und Bundesstraßen ausgebaut werden.