Über 100 Hektar freie Landschaft werden täglich in Deutschland verbaut oder von Verkehrswegen zerschnitten.
Damit ist der Flächenverbrauch immer noch viel zu hoch, obwohl sich die Bundesregierung im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategie das Ziel gestellt hat, den Flächenverbrauch in Deutschland bis 2020 auf 30 Hektar pro Tag zu reduzieren. Bislang ist nicht zu sehen, wie sie dies erreichen will.
Seit Jahren fordert der BUND deshalb, steuerliche Anreize für den sorglosen Flächenverbrauch zu streichen – wie z.B. Eigenheimzulage und Pendlerpauschale. Erste Erfolge sind zu verzeichnen: Das "Gesetz zur Abschaffung der Eigenheimzulage" trat am 1. Januar 2006 in Kraft. Daneben gab es Rückschritte: Die Pendlerpauschale wurde zunächst eingeschränkt und dann wieder eingeführt.
Weitere Maßnahmen sind nötig. Besonders das Gemeindefinanzsystem bedarf einer Reform, um Anreize für einen sparsamen und effizienten Umgang mit der Fläche für Kommunen, Unternehmen und Eigentümer zu schaffen.