Flächenverbrauch reduzieren!

Straßenbau in Hamburg. Foto: Bernd Sterzl / www.pixelio.de
Straßenbau in Hamburg.

Über 100 Hektar freie Landschaft werden täglich in Deutschland verbaut oder von Verkehrswegen zerschnitten.

Damit ist der Flächenverbrauch immer noch viel zu hoch, obwohl sich die Bundesregierung im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategie das Ziel gestellt hat, den Flächenverbrauch in Deutschland bis 2020 auf 30 Hektar pro Tag zu reduzieren. Bislang ist nicht zu sehen, wie sie dies erreichen will.

Seit Jahren fordert der BUND deshalb, steuerliche Anreize für den sorglosen Flächenverbrauch zu streichen – wie z.B. Eigenheimzulage und Pendlerpauschale. Erste Erfolge sind zu verzeichnen: Das "Gesetz zur Abschaffung der Eigenheimzulage" trat am 1. Januar 2006 in Kraft. Daneben gab es Rückschritte: Die Pendlerpauschale wurde zunächst eingeschränkt und dann wieder eingeführt.

Weitere Maßnahmen sind nötig. Besonders das Gemeindefinanzsystem bedarf einer Reform, um Anreize für einen sparsamen und effizienten Umgang mit der Fläche für Kommunen, Unternehmen und Eigentümer zu schaffen.

Fahrtenbuch und Taschenrechner für die Steuererklärung. Quelle: Pauline/ pixelio.

Rückkehr zur alten Pendlerpauschale ökologisch fatal!

Die teilweise Abschaffung der Pendlerpauschale ist verfassungswidrig - so lautete das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes im Dezember 2008. 

Danach ging es schnurstracks zurück zur alten Regelung - ökologisch fatal. mehr...

Titelbild Studie "Landschaftsverbrauch zurückfahren"

Positionspapier "Landschaftsverbrauch zurückfahren!"

Unter Koordination von Euronatur haben 15 Umweltorganisationen im Januar 2006 erstmals ein gemeinsames Papier zum Flächenverbrauch erarbeitet. Darin werden die ökologischen, sozialen und ökonomischen Folgen des Flächenverbrauchs dargestellt.

Positionspapier "Landschaftsverbrauch zurückfahren!" (Januar 2006)

BUND-Position "Zukunftsfähige Raumnutzung"

Titel der BUND-Position "Zukunftsfähige Raumnutzung"

Der BUND-Arbeitskreis „Zukunftsfähige Raumnutzung“ hat ein differenziertes Positionspapier zum Thema Flächenverbrauch erstellt. Auf 35 Seiten skizziert er den Weg zu einer wirklich nachhaltigen Raumnutzung. Nach einer Einführung in die Problematik folgt eine ausführliche Bestandsaufnahme und eine Analyse der Ursachen des Flächenverbrauchs. Warum ist eine Flächenkreislaufwirtschaft nötig? Und mit welchem Instrumentenmix kann sie in Deutschland verankert werden? Die Antwort auf diese Fragen mündet abschließend in „Forderungen für ein Handlungskonzept“.

BUND-Position Zukunftsfähige Raumnutzung herunterladen

Die BUND-Position können Sie auch bestellen unter info@bund.net.

Kontakt zum AK Zukunftsfähige Raumnutzung: Prof. Dr. Siegfried Bauer (AK-Sprecher), Projekt- und Regionalplanung, Univ. Gießen, Senckenbergstr. 3, 35390 G., Tel. 0641/993731-0, Fax: -9, E-Mail: siegfried.bauer@uni-giessen.de, Internet: www.uni-giessen.de/Regionalplan



Flächenverbrauch in NRW

Luftaufnahme auf neue Siedlungen im Grünen mit Aufschrift "Wir machen die Natur platt"

Nordrhein-Westfalen ist extrem dicht besiedelt und täglich werden etwa 15 ha weitere Fläche verbaut.

Mehr zum BUND-Projekt "Zukunftsfähige Flächennutzung in NRW" unter www.freiraumschutz-nrw.de

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