CO2-Ausstoß des Autoverkehrs belastet das Klima

Postkarte mit Angela Merkel und Heiligenschein aus Mercedes-Stern. Dazu die Frage: Klimakanzlerin? Kreation: addplus
Bundeskanzlerin Angela Merkel muss die deutschen Autohersteller zu mehr Klimaschutz drängen. Zum Vergrößern bitte anklicken.

Der Autoverkehr verursacht große Klimaschäden. Schuld daran ist vor allem der Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2). Je weniger Sprit ein Fahrzeug verbraucht, desto weniger CO2 wird ausgestoßen. Somit sind sparsame Autos nicht nur besser für den Geldbeutel des Besitzers, sondern auch weniger schädlich für das Klima.  

 

Deutsche Autohersteller besonders klimaschädlich

140 Gramm CO2 pro Kilometer (5,5 Liter Verbrauch) – dieses Ziel stellten sich die europäischen Autohersteller selbst bereits 1998. Über 10 Jahre später liegen die CO2-Emissionen aller Neuwagen in der EU immer noch bei 153 Gramm pro km. Die deutschen Hersteller liegen sogar mit rund 10 Gramm CO2 über diesem Mittelwert!  

 

EU-Vorgaben lasch

Um die Reduzierung dennoch zu erreichen, schlug die EU-Kommission ein System von CO2-Grenzwerten und Strafzahlungen vor. Doch schon der Industrieausschuss des europäischen Parlaments torpedierte die Vorschläge. Ende 2008 einigte sich die EU auf einen mehr als faulen Kompromiss: Der ursprünglich geplante Grenzwert von 130 Gramm CO2 pro km muss nun nicht 2012, sondern stufenweise erst 2015 erreicht werden. Zusätzlich können sich die Hersteller sogenannte „Öko-Innovationen“ wie Solardächer und besonders sparsame Lichtanlagen anrechnen lassen.

 

BUND legt eigenes Konzept vor

Die vorliegenden EU-Pläne reichen bei weitem nicht aus, die CO2-Belastung durch den Autoverkehr wirksam zu bekämpfen.  Die technischen Potentiale dafür sind längst vorhanden: bis 2020 könnten 50 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden. Zum Beispiel durch den Einsatz von hubraumärmeren Motoren und leichteren Fahrzeugen, die Reduzierung von Reibungsverlusten und Rollwiderstand sowie Hybrid-Antriebe.

Der BUND hat nun ein eigenes Konzept vorgelegt, wie die CO2-Emissionen des europäischen Autoverkehrs merklich gesenkt werden können: Hersteller schwerer und luxuriöser Fahrzeuge sollen ab 2012 hohe Strafen zahlen, wenn ihre Wagen mehr als 120 Gramm CO2 pro km ausstoßen - für jedes Gramm Überschreitung wären 150 Euro fällig. Mit den Einnahmen aus den Strafzahlungen soll die EU-Kommission Entwicklung und Kauf besonders sparsamer Autos und den Ausbau umweltfreundlicher Verkehrsmittel bezuschussen. Bis 2020 soll diese Grenze auf 80 Gramm CO2 pro Kilometer abgesenkt werden.

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