Was ist das KNU?

Das Koordinierungsbüro Normungsarbeit der Umweltverbände arbeitet seit 1996 daran, den Einfluss der Umweltverbände in der Normung zu verstärken. Das Koordinierungsbüro will erreichen, dass Umweltaspekte in Normen besser berücksichtigt werden. Durch die koordinierte Zusammenarbeit sollen die Umweltschutzverbände politisch stärker in die Normung einbezogen werden.

Das KNU arbeitet an der ökologischen Optimierung und Kontrolle der Normen sowie ihrer demokratischen Unterlegung.

VertreterInnen der Umweltausschüsse sind in verschiedenen Normungsausschüssen des Deutschen Institutes für Normung (DIN) und der Deutschen Elektrotechnischen Kommission (DKE) aktiv. Sie konzentrieren sich auf Normungsgremien mit umweltrelevantem Bezug (z.B. Wärmeschutz, Nachhaltiges Bauen, Verpackungen, Produktkennzeichnung, Umweltmanagement, Produktdesign).

Aufgaben des KNU

Das KNU fördert die Beteiligung von ExpertInnen aus Umweltverbänden an der Normung. Das KNU recherchiert, welche Gremien interessante Normungsvorhaben bearbeiten oder planen. Das KNU vermittelt den Kontakt zwischen dem/der Expertin/en und Normenausschuss und unterstützt Verbände, die/den Expertin/en in das Gremium zu entsenden.

Das KNU unterstützt die Vernetzung der ExpertInnen, indem es Kontakte zwischen den ExpertInnen und den Arbeitskreisen der Verbände herstellt und Treffen organisiert, auf denen sich die VertreterInnen abstimmen. Dazu werden auch weitere Interessenten eingeladen.

Das KNU vertritt die Interessen der Umweltverbände, indem es

  • auf Kongressen und anderen Veranstaltungen über seine Erfahrungen berichtet. Dabei fordert es eine stärkere Beteiligung der Umweltschutzverbände in der Normung.
  • seine Anmerkungen zu Normungsthemen, die in Dokumenten der EU-Kommission behandelt werden, über das European Environmental Bureau (EEB) einbringt. Das EEB ist ein Verband von ca. 140 Umweltgruppen mit Sitz in Brüssel, der die Umweltinteressen auf europäischer Ebene vertritt.

Informationstransfer durch das KNU

  • „Neue“ Interessierte an der Normungsarbeit werden vom KNU persönlich beraten.
  • Das KNU erstellt einen monatlichen Informationsbrief, der an alle Interessierten verschickt wird. Die Themen: Hinweise auf Dokumente zu und über Normungsverfahren, Normungspolitik der Bundesregierung und des DIN, politische Entwicklung und Diskussionen zur Normung auf europäischer Ebene, Entwicklungen in Umweltschutzverbänden anderer EU-Staaten, Aktivitäten im Bereich Umweltkennzeichnung.

Das KNU unterstützt die Zusammenarbeit mit europäischen Umweltschutzverbänden

Um eine effektive Einflussnahme der Umweltverbände in der Normung auch auf europäischer Ebene zu erreichen, arbeitet das KNU eng mit dem EEB und ECOS zusammen. ECOS ist das europäische Koordinierungsbüro der Umweltverbände für Normung (European Environmental Citizens Organisation for Standardisation).

Blick in die Zukunft

Die Normung ist ein wichtiges Instrument des Umweltschutzes. Deshalb sollten Umweltverbände stärker in der Normung mitarbeiten. Die KNU setzt sich dafür ein, die Belange des Umweltschutzes in der Normung zu stärken. Das KNU will

  • FachexpertInnen gewinnen, die sich an Anhörungsverfahren beteiligen und gezielt Stellungnahmen zu Normungsvorhaben und Normentwürfen abgeben,
  • mehr VertreterInnen der Umweltverbände in Normenausschüsse entsenden,
  • die zuständigen Stellen in den Parlamenten über die Probleme im Normungsprozess informieren und sich dafür einsetzen, dass diese Probleme behoben werden.

Wir brauchen eine

  • ökologische Optimierung der Normen: grundlegende Umweltschutzanforderungen für alle,
  • ökologische Kontrolle von Normen: Überprüfung auf umweltschädliche Normungsaussagen,
  • demokratische Unterlegung der Normen: transparente und öffentliche Normungsprozesse.

Mehr Informationen

  • Sie möchten mehr über die Arbeit des KNU erfahren? Dann wenden Sie sich bitte an marion.hasper@bund.net
  • Informationen über das europäische Koordinierungsbüro der Umweltverbände für Normung unter www.ecostandard.org (Internetseite auf Englisch)

Informationen über das europäische Koordinierungsbüro der Umweltverbände für Normung unter www.ecostandard.org (Internetseite in Englisch).

Dieses Projekt wird finanziell vom Bundesumweltministerium und vom Umweltbundesamt gefördert. Die Förderer übernehmen keine Gewähr für die Richtigkeit, die Genauigkeit und Vollständigkeit der Angaben sowie für die Beachtung privater Rechte Dritter. Die geäußerten Ansichten und Meinungen müssen nicht mit denen der Förderer übereinstimmen.



Termin: 12.1.2012 in Frankfurt/Main

Anmeldungen an marion.hasper@bund.net

Position Nanotechnologie

Position Zukunftsfähige Funktechnologien

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