Drahtloses Internet und Datenübertragung kommen wegen der enormen Wachstumsraten mit den bisherigen Verfahren an ihre Grenzen. Mit dem neuen Verfahren LTE beschleunigt sich die Zunahme hochfrequenter elektromagnetischer Felder.
Unklare Gesundheitsrisiken
Es gibt zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen, viele Berichte und Beobachtungen an Menschen, Tieren und Pflanzen sowie Studien zur Häufigkeit bestimmter Krankheiten, die Elektrosmog als Ursache für gesundheitliche Probleme ausmachen. Eindeutige Beweise sind jedoch selten. Dies scheint kein Zufall zu sein: Geeignete wissenschaftliche Studien, die die vorliegenden Aussagen eindeutig widerlegen oder beweisen könnten, sind Mangelware; sie werden praktisch nicht in Auftrag gegeben.
Aus Sicht des BUND ist es überfällig, hier das Vorsorgeprinzip anzuwenden, z.B. durch Minimierung der Belastung nach dem Grundsatz: so gering, wie es mit vernünftigen Mitteln machbar ist.
Schutz und Vorsorge: unzureichend
Menschen, die sich nicht den Einwirkungen elektromagnetischer Strahlung aussetzen wollen oder die besonders sensibel reagieren, müssen die Möglichkeit haben, sich zu schützen. Voraussetzung dafür sind öffentliche und transparente Informationen zu den Gefahren durch elektromagnetische Felder.
Das Schutzkonzept des BUND sieht neben Forderungen zur Begrenzung zulässiger Feldstärken auch einen Verzicht auf vermeidbare Mobilfunkanwendungen vor, etwa dort, wo mehrere Sender gleiche Dienste anbieten, oder wo drahtlose Übertragungstechnologien durch kabelgebundene Verfahren abgelöst werden können. Statt Mobilfunk ohne Rücksicht auf Risiken in immer stärkerem Maß auszubauen, sollten gesundheitsverträglichere Techniken eingesetzt werden.
Kinder und Jugendliche
Besonders schutzbedürftige Gruppen wie Kinder, Ungeborene und Kranke benötigen den Schutz des Gesetzgebers. Der Einsatz mobiler Funktechniken oder Hochspannungsleitungen darf nicht zu ihren Lasten gehen. Werdendes menschliches Leben, Kinder und Jugendliche reagieren besonders sensibel auf Elektrosmog. Der Grund: Während der Entwicklungsphase von Organen sind Einwirkungen besonders gravierend und haben häufig lebenslange Folgen.
Vor allem neue Techniken verlangen von allen Beteiligten einen vorsorgenden, verantwortungsvollen Umgang mit ihnen. Besonders gefordert sind Eltern und Pädagogen und insbesondere der Gesetzgeber, der klare Regelungen zum Schutz dieser Personengruppen treffen muss.
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