Die Fallstudien beinhalten etwa 50 Eingriffe, die gegen geltende Gesetze und Vorschriften verstoßen beziehungsweise aus naturschutzfachlicher Sicht massiv zu kritisieren sind. Die häufigsten Verstöße sind Kahlschläge, die in 11 der 15 Fallstudien vorkamen. Sechs dieser Kahlschläge wurden mit Verkehrssicherungspflichten begründet. In zwei Drittel der Fallstudien wurden Verstöße gegen die FFH- beziehungsweise SPA-Richtlinie festgestellt. In mehr als der Hälfte der Fälle wurden Biotopbäume verbotenerweise gefällt. In drei Fällen wurde dabei auch die Brut beziehungsweise Nachzucht von besonders geschützten Arten zerstört. Eine größere Bedeutung hatten außerdem überstarke Eingriffe in die Altbaumausstattung sowie Bodenschäden durch Holz-Erntemaschinen.