Um das Fehlen geeigneter Brutstellen für Flussseeschwalben und andere Vögel zu kompensieren, installieren BUND-Aktive in vielen Gewässern künstliche Brutinseln und Brutflöße. Diese Bruthilfen sind auf dem freien Wasser verankert und werden von den Vögeln gerne angenommen. Ehrenamtliche der BUND-Gruppe Rhein-Sieg bauten so ein Brutfloß am Dondorfer See, nahe der Stadt Hennef.
Der Dondorfer See liegt inmitten des gleichnamigen Naturschutzgebietes, in dem über 50 Brutvogelarten, 21 Libellenarten und 6 Amphibienarten vorkommen. Viele von ihnen stehen auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Um für die rastenden Flussseeschwalben eine Möglichkeit zum Brüten zu schaffen, beschloss die BUND-Gruppe Rhein-Sieg ein Brutfloß zu bauen.
Nach umfangreicher Recherche entsprechender Expertise aus Österreich, Deutschland und der Schweiz konnte die konkrete Planung beginnen. Die Freiwilligen der BUND-Kreisgruppe setzten sich mit zahlreichen Fragen zu Physik und Werkstoffkunde auseinander und schlüpften kurzerhand in die Rolle gestandener Bauingenieure: Sie fertigten Auftriebskörper, Anker und Bojen an, fanden einen Montageplatz am See und planten den Transport über den See.