Im Norden Deutschlands bildeten sich nach der letzten Eiszeit auf ca. 30 Prozent der Fläche Moore. Da sie nur sehr schwer zu begehen waren und einen geringen wirtschaftlichen Nutzen hatten, blieben sie lange Zeit vom Menschen nahezu unberührt und damit intakt.
Im direkten Umfeld von Siedlungen wurden zur Gewinnung von Brennholz sporadisch Bruchwälder abgeholzt oder in Wiesen bzw. Weiden umgewandelt. Mit der Entwicklung der Wirtschaft verstärkte sich schrittweise die Nutzung der Moore. Sie wurden intensiv und großflächig entwässert, einerseits um die Flächen land- und forstwirtschaftlich nutzen zu können, anderseits um Torf abzubauen, der vor allem als Brennmaterial verwendet wurde. Betroffen waren nicht nur Hochmoore, sondern auch weitreichende Niedermoorgebiete. Im Zuge dieser Entwicklung wurden die meisten Moore bis heute trocken gelegt.