Wozu wird Torf aber genutzt? Er dient insbesondere als Brennstoff, als Kultursubstrat im Gartenbau und findet Anwendung in Medizin und Kosmetik.
Von den jährlich in Deutschland zehn Millionen Kubikmeter verbrauchten Torf werden rund zweieinhalb Millionen an Freizeitgärtner verkauft. Diese Menge in 50-Liter-Gartenerde-Säcke verpackt und hintereinander ausgelegt, würde eine Gesamtlänge von ca. 40.000 km ergäben, was einer kompletten Umrundung der Erde entlang des Äquators entspricht.
Die wichtigsten Eigenschaften des Torfes für die Nutzung im Garten sind seine hohe Wasserspeicherfähigkeit, die völlige Wildkrautfreiheit und das geringe Gewicht. Durch sein hohes Luftporenvolumen dient er im Garten zur langfristigen Bodenlockerung. Dies ist jedoch ein Trugschluss, da Torf im Boden innerhalb wenigen Jahren nahezu völlig abgebaut (mineralisiert) wird. Zudem ist Torf an sich nährstoffarm. Problematisch ist auch, dass Wasser für Pflanzen, die in Torf stehen, schlecht verfügbar ist. Sie müssen also häufiger gegossen werden. Und einmal ausgetrockneter Torf ist fast nicht mehr nass zu bekommen.