Sack mit Blumenerde in Form eines Frosches und Mistgabel, die den Frosch aufspießt. Darunter: Torf tötet

"Blumenerde" zerstört Moore und Klima

Wer denkt beim Kauf von Blumenerde an die Folgen für die Natur? Die meisten Produkte mit der harmlosen Bezeichnung "Erde" bestehen überwiegend aus Torf – dem Stoff, aus dem die Moore sind. Und Moore sind stark bedrohter Lebensraum für seltene Arten. Außerdem sind sie wichtig für den Klimaschutz: Moore speichern jede Menge CO2. Der BUND zeigt Torf-Alternativen für Gartenfreunde auf.

Rund zehn Millionen Kubikmeter Torf werden in Deutschland jährlich verbraucht – jeder abgebaute Kubikmeter bedeutet den Verlust von Lebensraum, der unwiederbringlich zerstört wird. Ein großer Teil des Torfs wird als Pflanzerde in privaten Gärten und in Balkonkästen oder anderen Pflanzgefäßen verbraucht. Damit ist klar: Jeder und jede von uns kann dazu beitragen, Moore zu erhalten und damit Lebensräume und Klima zugleich zu schützen.

Werden Sie aktiv! Erhalten Sie unsere Moore – schützen Sie bedrohte Tiere, Pflanzen und das Klima. Verzichten Sie selbst auf torfhaltige Blumenerde und fordern Sie Freunde und Bekannte auf, es Ihnen gleichzutun!

Gärtnern mit torffreier Blumenerde; Foto: Jutta Rotter/pixelio

Gärtnern ohne Torf – wie geht das?

Sie möchten zum Moorschutz beitragen und ohne Torf gärtnern? Wir zeigen Ihnen, wie es geht! Ob für Topfpflanzen im Zimmer, Kübelpflanzen auf der Terasse, für die Balkonbepflanzung im Balkonkasten oder für Beete im Garten, ob bei neuen Anpflanzungen oder beim Umtopfen – es gibt inzwischen zahlreiche Alternativen zu torfhaltiger Blumenerde mit denselben positiven Eigenschaften.

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Gärtnern mit torffreier Blumenerde; Foto: Rainer Sturm/pixelio

BUND-Material zum Schutz der Moore

Wo gibt es torffreie Blumenerde zu kaufen? Wie kann man die Gartenerde ohne Torf verbessern? Wie kann man andere Menschen – und auch Gemeinden und Ämter – überzeugen, auf torfhaltige Pflanzerde zu verzichten? Antworten gibt unsere Materialsammlung.

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Das Kendlmühlfilz am Chiemsee, Foto: W. Willner

Wir fragten – Umweltminister Röttgen hat geantwortet

Bündnis 90/Die Grünen haben eine – vom BUND initiierte und gemeinsam erarbeitete – Kleine Anfrage zum Thema Moorschutz im Bundestag eingereicht. Die Reaktion von Umweltminister Röttgen hat gezeigt: Über die Moore und ihren Zustand weiß die Regierung wenig, Konzepte für ihre Rettung hat sie keine.

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Weiter zum Greenpeace-Magazin: Moorleiche mit Bio-Stempel; Foto: Etikett 'Bio-Universalerde'

Etikettenschwindel: "Bio-Blumenerde"

Lassen Sie sich nicht hinters Licht führen: Immer öfter taucht in den Baumärkten als "Bio" gekennzeichnete Blumenerde auf. Der Begriff "Bio" bei Erden und Pflanzsubstraten ist nicht gesetzlich geschützt. Die Bezeichnung "Bio Universal-Erde" führt die Verbraucher in die Irre: Das Produkt besteht zu drei Vierteln aus Hochmoortorf. Und was ist dann Bio an der "Bio-Erde"? Sie sei für den Anbau von Bio-Pflanzen gedacht, sagt der Hersteller. 



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