Moorschutz – wir fragten, Umweltminister Röttgen hat geantwortet.

Wollgras im Westermoor, Quelle: © JL-Foto / PIXELIO
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Mit unserer Kampagne "Sei kein Torfkopp" haben wir nachdrücklich auf das Thema Moorschutz aufmerksam gemacht. Viele von Ihnen haben die Aktion unterstützt, manche haben sich zum ersten Mal mit dem Problem beschäftigt und pflanzen und pflegen Blumen nun mit torffreier Erde.

Presse, Online-Medien und das Fernsehen haben berichtet, es ist uns gelungen, Moorschutz in den Fokus zu rücken.

Der BUND hakt nach – die Bundesregierung weicht aus

Jedes torffrei bepflanzte Beet hilft den Mooren - doch am Zug ist vor allem die Politik. Im Juni 2010 haben Bündnis 90/Die Grünen deshalb eine – vom BUND initiierte und gemeinsam erarbeitete – Kleine Anfrage im Bundestag eingereicht. Wir wollten von Umweltminister Röttgen wissen: Welche praktischen Schritte zum Schutz der Moore wurden bereits unternommen? Haben die Bundesländer wie versprochen Moorschutzkonzepte entwickelt? Welche Ziele steckt sich die Regierung ganz konkret für die nächsten fünf Jahre?

Die Reaktion von Umweltminister Röttgen ist nun veröffentlicht – und sie offenbart wenig Überraschendes: Über die Moore und ihren Zustand weiß die Regierung wenig, Konzepte für ihre Rettung hat sie keine. Die einzigen konkreten Zahlen kommen vom Industrieverband, Positionen von Torfproduzenten werden unkritisch übernommen. Anstatt aktiven Moorschutz zu betreiben, schiebt die Bundesregierung die Verantwortung auf die Länder.

Wir haben die Aussagen des Ministers kritisch geprüft und bewertet.



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