Nationale Biodiversitätsstrategie: gut gemeint, aber zu schwach

Vierfleck, Libelle, Foto: A. Trepte, www.photo-natur.de

Am 7. November 2007 wurde die "Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt" vom Bundeskabinett beschlossen. Die Nationale Strategie will die Ziele des UN-Übereinkommens über die biologische Vielfalt auf nationaler Ebene umsetzen und stellt den deutschen Beitrag für die Erhaltung der biologischen Vielfalt weltweit dar. Von der ersten Initiative bis zu ihrer Verabschiedung sind unter Zuarbeit vieler Akteure mehr als 10 Jahre vergangen.

Die Strategie enthält einen Katalog von insgesamt 330 konkreten Ziele und rund 430 Maßnahmen in den verschiedensten Bereichen des Naturschutzes, der nachhaltigen Naturnutzung und der Entwicklungszusammenarbeit. Ein Großteil der Ziele der nationalen Strategie soll im Zeitraum 2010 bis 2020 erreicht werden. Um einen Erfolg zu gewährleisten, werden in regelmäßigen Abständen Kontrollen durchgeführt, indem die Bundesregierung in jeder Legislaturperiode einen Rechenschaftsbericht über die Erreichung der Ziele und die Realisierung der Maßnahmen vorgelegt.

Schwalben auf einer Stromleitung, Foto: E. Rose, pixelio.de

Die Umweltverbände hatten auch die Chance, sich zu der genannten Strategie zu Wort zu melden. Das Urteil des BUND: Trotz des klaren Bekenntnisses, den Rückgang der Biodiversität bis 2010 aufzuhalten, ist der Entwurf insgesamt zu unverbindlich. Vor allem in den zentralen Handlungsfeldern wie der Land- und Forstwirtschaft ist er viel zu wenig ambitioniert, um den Verlust an biologischer Vielfalt tatsächlich zu stoppen.



Titel Broschüre 10 gute Gründe

... buntes Leben zu schützen. Die Natur in ihrer reichen Vielfalt, mit ihren mannigfaltigen Tier- und Pflanzenarten, ist bezaubernd, faszinierend – und verschwindet.

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