Nano-Siliziumdioxid kann das Erbgut stören

Siliziumdioxid in Nanogröße wird im Lebensmittelbereich etwa als Rieselhilfe in Salz oder Kaffeeweißer verwendet. Auch in Lebensmittelverpackungen, wo es den Gasaustausch zwischen Ware und Außenluft verhindern soll, kommt es zum Einsatz. Siliziumdioxid-Nanopartikel könnten daher über die Nahrung in den Magen-Darm-Trakt und von dort in den Blutkreislauf gelangen.

Umgefallener Salzstreuer, Foto: © Berwis / PIXELIO
Nano-Siliziumdioxid verhindert das Verkleben von Salz – genau wie die herkömmlichen Reiskörner. © Berwis / PIXELIO

Siliziumdioxid wird schon seit vielen Jahren in Lebensmitteln verwendet. Die bisherige Bewertung der Wirkung dieses Stoffes basiert auf Studien aus den Jahren 1958 bis 1981, in denen nicht auf unterschiedliche Partikelgrößen eingegangen wird.

Während Siliziumdioxid in größerer Form biologisch nicht aktiv ist, zeigen neuere Studien ein Gefährdungspotenzial durch Siliziumdioxid in Nanogröße. So wurde in Zellkulturen gezeigt, dass Siliziumdioxid-Nanopartikel Funktionen des Zellkerns und damit des Erbgutes stören können.

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