Nachhaltig wirtschaften

Nachhaltigkeit bedeutet, die Begrenztheit der natürlichen Ressourcen weltweit als Grenze für wirtschaftliches Handeln anzuerkennen. Dazu gehören staatliche Rahmenbedingungen für eine sozial und ökologisch verantwortliche Produktion der Wirtschaft und für einen nachhaltigen Konsum. Doch auch die Unternehmen sind in der Verantwortung. Und schließlich liegt es bei jedem und jeder einzelnen, sich politisch zu engagieren und einen Beitrag zu leisten – durch einen möglichst nachhaltigen Lebensstil.

Gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen

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Auf dem Weltgipfel in Johannesburg 2002 haben sich alle Unterzeichnerstaaten dazu verpflichtet, gemeinsam Rechtsnormen für das globale Handeln transnationaler Unternehmen zu entwickeln und umzusetzen. Der BUND setzt sich in Deutschland und darüber hinaus über das internationale Netzwerk Friends of the Earth bzw. Friends of the Earth Europe bei der EU, den Vereinten Nationen und der Welthandelsorganisation dafür ein, dass diese Rechtsnormen entwickelt und umgesetzt werden.

Vor allem multinationale Konzerne haben einen großen sozialen und ökologischen Einfluss – und eine ebensolche Verantwortung, der sie sich leider allzu oft entziehen. Im Klartext heißt das: Die Wahrung der Menschenrechte und soziale und ökologische Normen und Werte schreiben sich zwar viele Konzerne auf ihre Fahnen, doch bleibt es leider häufig bei gut gemeinten Absichtserklärungen – oft als "Corporate Social Responsibility" (CSR) bezeichnet. Hier und da wird das Markenzeichen "CSR" gar als reine Werbemaßnahme eingesetzt, die letztlich nur der Profitmaximierung dient.

Was wir daher brauchen, sind verbindliche internationale Rechtsnormen und Anreize für nachhaltiges und soziales Wirtschaften im Sinne einer "Corporate Accountability" – einer Rechenschaftspflicht der Unternehmen: Nehmen sie ihre soziale und ökologische Verantwortung ernst und handeln danach?

Aktuell: Petition "Rechte für Menschen – Regeln für Unternehmen"


In vielen Teilen der Welt können sich Betroffene gegen Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzungen nicht zur Wehr setzen. Die Politik der europäischen Regierungen erleichtert es Unternehmen, Gewinne zu machen – allzu oft ohne Rücksicht auf die sozialen und ökologischen Folgen, zum Beispiel in Südafrika, wo der europäische Stahlkonzern ArcelorMittal offenbar für eine beispiellose Umweltvergiftung verantwortlich ist. Jetzt Petiton unterzeichnen!