Trauerenten sind von Island und Großbritannien über das nördliche Eurasien bis hin nach Ostsibirien verbreitet. Samtenten sind nicht so stark auf arktische Brutgebiete beschränkt. Die Brutzeit verbringen die Enten von den Ebenen der Tundra bis ins Hochgebirge. Dort schließen sie "Saisonehen" und brüten am Seeufer im Schutz von Büschen. Trauerentenweibchen führen ihre Küken sozusagen ententypisch in sogenannten Kindergärten zusammen. Samtentenküken sind dagegen schon früh auf sich gestellt. Da sie aber spät flügge werden, ist die Jungvogelsterblichkeit bei dieser Art hoch.
Beide Arten ziehen im Winter und Sommer häufig durch Mitteleuropa. Sowohl auf der Nord- als auch auf der Ostsee rasten Trauerenten gemeinsam mit den Samtenten und bilden dort gemischte und benachbarte Trupps. Besonders große Bestände der Trauerente finden sich an der schleswig-holsteinischen Westküste, in der Kieler Bucht und in der Pommerschen Bucht. Samtenten bevorzugen zwar Rastgebiete in der Ostsee, kommen aber auch in der Nordsee vor. Die Enten tauchen dort in dichten Gruppen nach Muscheln, die sie vom Meeresboden holen.
Am Strand rastende Trauer- oder Samtenten sind meistens durch Krankheit oder Verölung geschwächt. Öl auf der Meeresoberfläche wird für die Vögel sehr oft zur Todesfalle. Eine weitere Gefahr sind Stellnetze. Da die Enten diese nicht sehen können, verfangen sie sich beim Tauchen in den Netzen und ertrinken. Besonders groß ist diese Bedrohung in der Ostsee. Dort findet eine intensive Stellnetzfischerei in Gebieten statt, in denen die Enten rasten und tauchen.