In den Flachwasserbreichen unserer Küstengewässer findet man die Seehasen nur zwischen Februar und Mai, wenn sie zum Laichen einwandern. In dieser Zeit haben die Männchen einen orange-roten Bauch. Die Weibchen legen bis zu 200.000 Eier ab. Der männliche Seehase bewacht das Gelege solange, bis die Jungen schlüpfen. Die erste Saison über bleiben die Jungtiere noch in der Seetangregion, um mit Beginn des Winters in tiefere Meeresbereiche abzutauchen.
Auch wenn der Seehase, der ein eher gallertartiges Fleisch hat, vor einem Schicksal als Speisefisch bewahrt blieb, setzt man ihm doch nach: Der Seehasen-Rogen kommt, schwarz eingefärbt, als Deutscher Kaviar in den Handel. Eine größere Bedrohung für die Seehasenbestände ist jedoch der Rückgang von Riffen und Tangwäldern. Hauptverantwortlich sind die ehemalige Steinfischerei, Kiesabbau und der Nährstoffüberschuss.