Fischerei – Industrialisierung seit dem 17. Jahrhundert

Fischkutter, Foto: Wolf Wichmann
Foto: Wolf Wichmann

Bereits im Mesolithikum (Mittelsteinzeit vor ca. 8.000 Jahren) begann der Mensch, mit Haken, Netzen, Speeren und Harpunen Fische zu jagen. Dies blieb jahrtausendelang ohne große Folgen für die Meeresumwelt, bis im 17. Jahrhundert die ersten Walfangflotten ausliefen. Damit begann die Industrialisierung des Walfangs und etwas später auch die der Fischerei.

Nach offiziellen Zahlen werden heute jährlich über 100 Millionen Tonnen Fisch aus den Meeren gefangen. Unbekannt ist, wie viele Fische den immer häufigeren Piratenfischern zum Opfer fallen oder als "wertloser" Beifang über Bord oder in die Netze gehen und verenden. Die größte Fischfangnation ist inzwischen China, deren Fangflotte fast ein Fünftel der weltweiten Fangmenge anlanden.

In der Nord- und Ostsee werden jährlich ungefähr 3,1 Millionen Tonnen Fisch gefangen. Hauptsächlich Fangflotten aus Norwegen, Dänemark und Spanien. Die deutsche Fischereiflotte liegt mit rund 280.000 Tonnen Fisch im europäischen Mittelfeld, wobei sie sich hauptsächlich auf kleine Fischarten wie Hering, Wittling und Sprotte spezialisiert hat. Die Fischerei verliert in Deutschland wirtschaftlich immer mehr an Bedeutung.

Von den 230 in der Nordsee heimischen Fischarten werden 23 Arten heute kommerziell genutzt. Besonders überfischt und stark in ihren Beständen gefährdet sind hier Kabeljau (in der Ostsee auch Dorsch genannt), Seezunge, Butt und Aal.



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