Ostseepipeline: Schutzgebiete umgraben für die Gasversorgung

Die Ostseepipeline ist mit einer Länge von 1.220 Kilometern derzeit das größte Bauvorhaben in der Ostsee. Mit ihr soll Erdgas direkt von Russland nach Deutschland geliefert werden. Die geplante Trasse durchläuft dabei mehrere marine Schutzgebiete und führt dann im NATURA-2000-Gebiet Greifswalder Bodden an Land. Mehrere Riffe und Felsgebiete müssen dabei eingeebnet und 3.000 Hektar Meeresboden umgegraben werden. 

Geplanter Verlauf der Ostseepipeline. Grafik: Samuel Bailey
Geplanter Verlauf der Ostseepipeline. Grafik: Samuel Bailey

Durch den Baulärm werden die letzten Ostsee-Schweinswale stark beeinträchtigt. Außerdem wird befürchtet, dass durch das Umgraben der Sedimente erneut Schad- und Nährstoffe in erheblichen Umfang in das Ostseewasser gelangen. Auch der Einsatz von giftigen Chemikalien beim Bau ist ein wichtiger Kritikpunkt. Ungeklärt ist bisher noch, wie mit den Kampfmitteln aus den Weltkriegen umgegangen werden soll, die im Baugebiet vermutet werden.

Diese Eingriffe schaden dem Ökosystem der Ostsee erheblich. Geeignete Kompensationsmaßnahmen sind noch nicht im ausreichenden Maße geplant.



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