Tierfabriken verhindern

Der Bau von Massentierhaltungsanlagen boomt. Oft entstehen riesige Anlagen mit bis zu 100.000 Tieren. Entsprechend groß ist der Gülleanfall und damit auch der entstehende Gestank. Für die Anwohner kann dies zu einer großen Belastung werden. Geruch, Lärm und häufig zunehmender Lieferverkehr lassen außerdem den Wert ihrer Grundstücke sinken.

Schweine in Massentierhaltung mit Spaltenböden., Foto: de.wikipedia.org
Schweine in Massentierhaltung mit Spaltenböden.


Massentierhaltung kostet Arbeitsplätze

Entgegen den Behauptungen der Betreiber entstehen durch Massentierhaltungsanlagen so gut wie keine neuen Arbeitsplätze, im Gegenteil: Oft müssen kleinbäuerliche Betriebe wegen des Preiskampfes aufgeben. Allein in den letzten zehn Jahren ist die Zahl der Schweinehalter um rund die Hälfte gesunken, die Schweinezahlen pro Betrieb haben sich dagegen verdoppelt.

Da in der betroffenen Region zudem Arbeitsplätze im Tourismus und den zusammenhängenden Bereichen verloren gehen, sind die wenigen Arbeitsplätze in den Massentierhaltungsanlagen zumeist teuer bezahlt.

Betroffene wehren sich

Viele betroffene Bürger und Bürgerinitiativen versuchen, die Genehmigung industrieller Tierfabriken zu verhindern, oft erfolgreich wie in Allstedt in Sachsen-Anhalt.

Appell gegen Massentierhaltung

Auge eines Huhns, Foto: U. Müller, www.flickr.com

Immer mehr Menschen aus allen Bereichen der Gesellschaft wollen sich nicht länger mit den beschämenden Zuständen in der industriellen Tierhaltung abfinden. Im Januar 2011 haben mehr als 300 Professorinnen, Professoren und andere Wissenschaftler in einem Appell den Ausstieg aus der Massentierhaltung gefordert.

"Wir wollen mit diesem Appell demonstrieren, dass es sich bei der Debatte um Massentierhaltung längst nicht mehr nur um ein Randthema von Tierschützerinnen und Veganern handelt", so Friederike Schmitz, wissenschaftliche Mitarbeiterin am philosophischen Seminar der Universität Heidelberg, eine der Initiatorinnen der Aktion.

Über 9.500 Menschen haben den Appell bereits unterzeichnet. Helfen auch Sie mit, dass es mehr werden.



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Broschüre: Agrarreform statt Massentierhaltung

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