Klare Kennzeichnung = mehr Tierschutz

Wer will schon Tiere quälen? Niemand – aber meist können wir nicht erkennen, wie und wo die Tiere gehalten werden, von denen etwa Schnitzel oder Eier im Kuchen stammen.

Der Stempel auf jedem Frühstücksei ist ein gutes Beispiel für eine nachvollziehbare Kennzeichnung. Der BUND fordert daher, dass eine solche Kennzeichnung auf allen Lebensmitteln mit tierischen Zutaten eingeführt wird. Dann können KundInnen beim Einkauf selbst entscheiden, ob sie Spätzle oder Mayonnaise mit Eiern aus Käfig- oder lieber aus Freilandhaltung kaufen.

2006 hat die EU-Kommission in ihrem Tierschutz-Aktionsplan vorgeschlagen, ein solches Label einzuführen. Dies ist bisher noch nicht geschehen.

Grafik zur Kennzeichnung von Eiern
Aus Sicht des BUND äußerst erfolgreich: Der Stempel auf dem Ei.

Seitdem der Eierstempel 2004 auf jedem Ei EU-weit vorgeschrieben wurde, kaufen 60 Prozent der VerbraucherInnen in Deutschland keine Frühstückseier aus Käfighaltung mehr. Dennoch sitzen die meisten Hühner hierzulande in Batteriekäfigen. Denn etwa die Hälfte aller Eier landet verarbeitet – also ohne Kennzeichnung – auf unseren Tellern.

Gentechnisch verändertes Futter muss erkennbar sein

80 Prozent der VerbraucherInnen lehnen Gentechnik auf dem Teller ab. Die neue deutsche "Ohne Gentechnik"-Verordnung, die seit dem 1. Mai 2008 in Karft ist, erlaubt es den Lebensmittelhersteller ihre Produkte mit dem Hinweis "ohne Gentechnik" zu versehen. "Ohne Gentechnik" heißt, dass Tiere den größten Teil ihres Lebens keine Gentech-Pflanzen im Trog hatten. Die Kennzeichnung ist freiwillig. Im August 2009 hat Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner ein offizielles einheitliches Siegel vorgestellt. Es soll die verschiedenen, bereits existierenden Siegel ablösen und dem Verbraucher eine schnelle Orientierung ermöglichen.




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