Der BUND fordert zur Stabilisierung des Milchpreises und zur Erhaltung bäuerlicher Milchbetriebe von der Bundesregierung und der EU-Kommission faire Marktregeln: die Bauern müssen das Recht erhalten und darin bestärkt werden, die Milchmenge in der EU zu senken. Exportsubventionen sind abzuschaffen. Gleichzeitig müssen staatliche Anreize geschaffen werden, damit die Milch wieder ökologisch sinnvoll auf Wiesen und Weiden und mit heimischem Futter erzeugt wird – statt auf der Basis von Mais und Soja. Solange der Milchpreis so niedrig ist, schreitet das Höfesterben in rasantem Tempo voran. Nachhaltig wirtschaftende Betriebe haben in diesem politisch bedingten Billigmarkt keinen fairen Marktzugang.
Der BUND hat sich mit dem Verband der deutschen Milchviehhalter (BDM) und anderen Verbänden aus der Entwicklungshilfe und dem Tierschutz zusammengeschlossen. Unser Motto: "Eine andere Milchpolitik ist möglich. Gemeinsam treten der BUND und die Milchbauern für einen Systemwechsel bei der Reform der Agrarpolitik nach 2013 ein: Faire Marktregeln müssen dafür sorgen, dass der Milchpreis die Kosten der Bauern deckt.
Die umwelt- und entwicklungsschädliche Überproduktion muss gestoppt werden. Verbraucher müssen erkennen können, ob Milch vom Grünland oder aus Mais und Soja erzeugt wurde, aus welcher Region Milch und auch Milchpulver in Fertigprodukten stammt und ob Gentechnik in der Fütterung verwendet wurde. Erst dann haben heimische Bauernhöfe, die nachhaltig wirtschaften, bessere Chancen am Markt. Und erst dann haben Verbraucher Wahlfreiheit, sich für eine umweltverträgliche Landwirtschaft zu entscheiden.
Bündnispapier zur Milchpolitik