Der Stempel auf jedem Frühstücksei zeigt, dass Kennzeichnung wirkt: Über 82 Prozent der Verbraucher lassen das Ei mit der 3 (der Ziffer für Käfighaltung) im Regal liegen und greifen zu den tierfreundlicheren Alternativen aus Boden- und Freilandhaltung sowie Bioproduktion. Ein sensationell hoher Anteil, nachdem erst 2004 die EU-weite Kennzeichnung auf jedem Ei eingeführt wurde.
Dennoch saßen im Dezember 2009 in Deutschland noch immer über 60 Prozent der Hühner in Käfigen – nun in ausgestalteten Käfigen. Käfigeier wandern überwiegend 'versteckt' in Nudeln und Backwaren, in denen rund die Hälfte aller Eier landen.
Der BUND fordert daher die Kennzeichnung aller tierischen Lebensmittel. Wir wollen auf allen tierischen Produkten – vom Milchreis über die Eiernudeln bis zum Tiefkühlhähnchen – erkennen können: Wurde das Tier mit gentechnisch veränderten Futterpflanzen gefüttert? Woher stammt das Tier? Wie wurde es gehalten?