Achten Sie auf den Stempel

Trotz einiger positiver Entwicklungen werden noch immer viele Millionen Hühner in Käfigen gequält. Sie können etwas dagegen tun: Achten Sie beim Eierstempel auf die erste Ziffer. Diese gibt Auskunft über die Haltungsform.

Die Buchstaben verraten das Herkunftsland. So steht etwa DE für Deutschland oder NL für Niederlande. Die Ziffern hinter dem Länderkürzel geben Auskunft über die Betriebsnummer.

Haltungsform:
0: Ökologische Haltung und Biofutter - Genuss pur
1: Freilandhaltung - viel Auslauf, aber konventionelles Futter
2: Bodenhaltung - kein Käfig, aber wenig Platz
3: Käfighaltung (auch „Kleingruppen“ oder „Kleinvoliere“)  - grausame Tierquälerei und Salmonellenrisiko


Der Stempel auf jedem Frühstücksei zeigt, dass Kennzeichnung wirkt: Über 82 Prozent der Verbraucher lassen das Ei mit der 3 (der Ziffer für Käfighaltung) im Regal liegen und greifen zu den tierfreundlicheren Alternativen aus Boden- und Freilandhaltung sowie Bioproduktion. Ein sensationell hoher Anteil, nachdem erst 2004 die EU-weite Kennzeichnung auf jedem Ei eingeführt wurde.

Dennoch saßen im Dezember 2009 in Deutschland noch immer über 60 Prozent der Hühner in Käfigen – nun in ausgestalteten Käfigen. Käfigeier wandern überwiegend 'versteckt' in Nudeln und Backwaren, in denen rund die Hälfte aller Eier landen.

Der BUND fordert daher die Kennzeichnung aller tierischen Lebensmittel. Wir wollen auf allen tierischen Produkten – vom Milchreis über die Eiernudeln bis zum Tiefkühlhähnchen – erkennen können: Wurde das Tier mit gentechnisch veränderten Futterpflanzen gefüttert? Woher stammt das Tier? Wie wurde es gehalten?

 




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