Der Stempel auf jedem Frühstücksei zeigt, dass Kennzeichnung wirkt: Über 95 Prozent der Verbraucher lassen das Ei mit der 3 (der Ziffer für Käfighaltung) im Regal liegen und greifen zu den tierfreundlicheren Alternativen aus Boden- und Freilandhaltung sowie Bioproduktion. Ein sensationell hoher Anteil, nachdem erst 2004 die EU-weite Kennzeichnung auf jedem Ei eingeführt wurde.
Dennoch saßen im Dezember 2011 in Deutschland noch immer über 5,6 Millionen Hühner in Käfigen – nun in ausgestalteten Käfigen. Käfigeier wandern überwiegend 'versteckt' in Nudeln und Backwaren, in denen rund die Hälfte aller Eier landen.
Der BUND fordert daher die Kennzeichnung aller tierischen Lebensmittel. Verbraucher wollen Fleisch und Wurst aus Massentierhaltung ebenso leicht erkennen können wie heute schon das Käfigei mit der 3. Und wir wollen wissen: Wurde das Tier mit gentechnisch veränderten Futterpflanzen gefüttert? Woher stammt das Tier? Ein verpflichtendes Tierschutzlabel ist überfällig.