23.000 Menschen verlangen eine neue Argarpolitik

Fahnenmeer auf der Abschlusskundgebung vor dem Bundeskanzleramt, Foto: Jörg Farys

23.000 Menschen zogen am 21. Januar 2012 vom Hauptbahnhof vor das Bundeskanzleramt in Berlin, ihr gemeinsames Motto: "Wir haben es satt!". Über 90 unterschiedliche Organisationen – Verbraucher, Umwelt- und Tierschützer, Imker, Bäuerinnen und Bauern – protestierten gegen Lebensmittelskandale, Gentechnik im Essen und Tierquälerei in Megaställen und für eine bäuerliche, ökologische und zukunftsfähige Landwirtschaft.

"Für das Menschenrecht auf Nahrung"

Mariann Bassey auf der "Wir haben es satt!"-Demonstration, Foto: Jörg Farys

Neben dem BUND-Vorsitzenden Hubert Weiger hielt auch die Nigerianerin Mariann Bassey, Sprecherin von Friends of the Earth, auf der Demonstration eine Rede. Sie sagte: "Für das Menschenrecht auf Nahrung müssen Spekulation und der Agrospritboom ausgebremst werden. Die europäische Agrarpolitik braucht eine Kehrtwende weg von der Überproduktion und von Fleischexporten." 

Mit Genugtuung wurde die Entscheidung von BASF aufgenommen, die Gentechkartoffel "Amflora" in Europa aufzugeben. Der Bauer Moritz Schäfer von der jungen Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (jAbL) sagte: "Das ist auch eine schallende Ohrfeige für die Bundesregierung, denn die Amflora von der BASF war die erste Kartoffel, die es in einen Koalitionsvertrag geschafft hatte."

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