Wie kann man sich als Verbraucher bzw. Verbraucherin am besten gegen antibiotikaresistente Keime schützen?
- Am besten man verzichtet komplett auf Fleisch aus industrieller Massentierhaltung, weil hier in hohem Maße Antibiotika eingesetzt werden, was wiederum die Entstehung antibiotikaresistenter Keime begünstigt. Wenn man doch unbedingt Hähnchen essen will, dann am besten aus tiergerechter Haltung (z.B. aus Ökolandbau oder von Neuland) – dort sind Antibiotikagaben die Ausnahme. Die Tiere leben länger und haben es dabei weit besser, z. B. haben sie etwa doppelt so viel Platz als in konventionellen Haltungen.
- Bei der Zubereitung von Hähnchen ist auf folgende Hygieneaspekte zu achten: Vor dem Zubereiten die Hände waschen und das rohe Hähnchen mit kaltem Wasser abwaschen und abtupfen. Beim Kleinschneiden darauf achten, dass keine weiteren Lebensmittel in der Küche mit dem Hähnchen in Verbindung kommen. Messer, Schneidebrett, Unterlagen, Waschbecken erst gut abwaschen bevor man damit, darauf, darin weitere Lebensmittel bearbeitet. Wer Wunden an den Händen hat, kann mit Latexhandschuhen bei der Zubereitung auf Nummer sicher gehen.
- Das Fleisch gut durchbraten, dadurch werden die Keime abgetötet.
- Küchenutensilien am Schluss säubern und sich selbst die Hände nach der Zubereitung gründlich waschen.
Grundsätzlich ist der BUND derselben Meinung wie die europäische Behörde für Lebenmittelsicherheit (EFSA): Zwar hilft eine hygienische Verarbeitung von Lebensmitteln dabei, die Keimgefahr für Verbraucher zu verringern. Die tatsächlichen Ursachen des Problems werden damit aber nicht behoben. Hier ist die Politik gefragt und muss dafür sorgen, dass es jedem einzelnen Tier in den Ställen so gut geht, dass Medikamente überflüssig sind.