Stromkonzerne behaupten: „Veraltete Kraftwerke müssen dringend durch moderne Kraftwerke ersetzt werden.“

BUND: Ja, aber ...

Die alten Kohlekraftwerke, die zum Teil noch aus den 50er-Jahren stammen, müssen vom Netz genommen werden. Teilweise müssen sie noch durch neue fossile Kraftwerke ersetzt werden. Die müssen dann aber möglichst klimafreundlich sein und gut zum Ausbau der erneuerbaren Energien passen. Also sollten nicht neue Kohlekraftwerke die alten ersetzen, denn neue Kohlekraftwerke sind unflexibel und mit einem Wirkungsgrad von unter 50 Prozent nicht effizient. Moderne Kraftwerkstechnik müsste anders aussehen. In KWK-Anlagen z.B. wird die eingesetzte Energie zu rund 80 Prozent genutzt, weil die bei der Verbrennung entstehende Wärme für die Gebäudeheizung oder Industrieprozesse verwendet wird statt ungenutzt zu verpuffen.


CO2-Ausstoß der Energiegewinnung aus: Steinkohle, Gas, Wind (Grafik: BUND-Studie „Kohlekraftwerk Hamburg-Moorburg und seine Alternativen“)

Steinkohlekraftwerke aber haben, selbst wenn sie eine optimierte Abwärme- Nutzung vorweisen können, eine schlechte CO2-Bilanz im Vergleich zu den Alternativen. Neben stehende Übersicht für das von Vattenfall geplante Kraftwerk in Hamburg veranschaulicht dies: Den Stromkonzernen geht es nicht darum, alte Kraftwerke zu ersetzen. Stattdessen wollen sie deren Kapazitäten ausweiten. Nach Berechnungen des BUND werden die Emissionen unter dem Strich trotz vereinzelter Kraftwerksstilllegungen um über 100 Mio. Tonnen CO2 ansteigen.



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